Weltweites
Gedenken an
Volksaufstand in Tibet

Foto: ICT

Weltweit haben zahlreiche Menschen im März des 60. Jahrestags des tibetischen Volksaufstands gegen die chinesische Herrschaft gedacht. In Folge der Ereignisse vom 10. März 1959 musste der Dalai Lama nach Indien fliehen, wo unter seiner Führung demokratische Institutionen und soziale Einrichtungen aufgebaut werden konnten, die noch heute Bestand haben. Im Exil gelang es, Institutionen aufzubauen, die das tibetische Volk in die Lage versetzten, nicht nur seine Religion, Traditionen und Lebensweise zu bewahren und in der ganzen Welt zu verbreiten, sondern zugleich auch nach moderner Bildung zu streben.

Zum 10. März fanden auf der ganzen Welt Gedenkveranstaltungen statt. So gedachten der Dalai Lama und die Exilregierung im indischen Dharamsala des Volksaufstandes von 1959. ICT-Geschäftsführer Kai Müller begleitete eine internationale Parlamentarierdelegation an den Sitz der tibetischen Exilinstitutionen. Und in Brüssel nahmen mehrere Tausend Tibeter und Tibet-Unterstützer an einer europaweiten Demonstration teil, welche die International Campaign for Tibet mitorganisiert hatte.

60 Jahre Unterdrückung

Der 10. März steht zugleich auch für den 60. Jahrestag der vollständigen Besetzung und Kontrolle Tibets durch China. Bis heute führt die Politik Pekings in Tibet immer wieder zu massiven Protesten, die in überwältigender Mehrheit gewaltfrei und friedlich unter großen persönlichen Opfern stattfinden, mit dem Ziel, Identität, Kultur, Sprache und Traditionen zu bewahren und weiterzuentwickeln. Bereits vor dem Jahrestag des tibetischen Volksaufstands hatten die chinesischen Behörden ihre Überwachungspolitik in Tibet massiv ausgeweitet. Ungewöhnlich früh kam es in diesem Jahr zur bereits gewohnten „jährlichen Schließung” der sogenannten Autonomen Region Tibet (TAR) für ausländische Besucher. Diese begann bereits am 30. Januar und sollte erst zum 1. April enden. Offensichtlich wollten die chinesischen Behörden verhindern, dass ungefilterte Informationen aus Tibet, etwa über Proteste gegen die chinesische Herrschaft, an die Öffentlichkeit gelangen. Weitere Einzelheiten können Sie unserer Mitteilung zum ICT-Bericht „China tightens control and surveillance measures for 60th anniversary of Tibetan National Uprising“ entnehmen.

Militärparade in Lhasa

Mit einer Militärparade in Lhasa versuchte die chinesische Führung Stärke zu demonstrieren. Tausende bewaffnete Paramilitärs gelobten Treue zur Kommunistischen Partei, während in aller Welt des 60. Jahrestags des tibetischen Volksaufstands von 1959 gedacht wurde. Sophie Richardson von „Human Rights Watch“ kam angesichts dessen zum Schluss, dass die chinesische Führung trotz der ihr zur Verfügung stehenden „überwältigenden Macht“ auch „nach 60 Jahren immer noch um die Kontrolle der Geschichte in Tibet zu kämpfen“ scheine.

Medieninteresse zum Jahrestag des Volksaufstands

Der Jahrestag hatte auch ein größeres Medieninteresse zur Folge. So hatte etwa ICT-Geschäftsführer Kai Müller die Gelegenheit, dem ZDF die Bedeutung des Dalai Lama für Tibet und die Tibeter erklären und zu beschreiben, wie Peking Tibet in einen „totalitären Polizeistaat“ verwandelt hat. Das vollständige ZDF-Interview mit Kai Müller steht online zur Verfügung.

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