International Campaign for Tibet
 

Autoritär regierte Staaten Bedrohung für Religionsfreiheit / Kontrolle und Überwachung des tibetischen Buddhismus

Tibetische Mönche werden von chinesischen Sicherheitskräften abgeführt. Quelle: ICT

Berlin, 26. April 2018. Vor der morgigen Bundestagsdebatte über den Bericht der Bundesregierung zur weltweiten Lage der Religions- und Weltanschauungsfreiheit weist die International Campaign for Tibet (ICT) auf die Bedrohung der Religionsfreiheit durch autoritär regierte Staaten wie die Volksrepublik China hin. „Die chinesische Regierung erhebt den Anspruch totaler Kontrolle über alle Religionsgemeinschaften, gleich, ob es sich dabei um tibetische Buddhisten, Christen oder uigurische Muslime handelt und verstößt damit systematisch und massiv gegen internationale Menschenrechtsstandards. Religion habe im Dienst der von der Kommunistischen Partei vertretenen Ideologie zu stehen, die im Falle Tibets beispielsweise die so genannte ‚patriotische Erziehung‘ von buddhistischen Geistlichen, die lückenlose Überwachung durch die Behörden und weitreichende Einmischung in die Selbstorganisation des tibetischen Buddhismus vorsieht“, so Kai Müller, Geschäftsführer der International Campaign for Tibet. Müller verweist in diesem Zusammenhang auf die über 150 Fälle von Selbstanzündungen von Tibetern (siehe ICT-Factsheet zu den Selbstanzündungen von Tibetern), bei deren überwiegender Mehrheit es sich um buddhistische Mönche und Nonnen handelte.

„Der Deutsche Bundestag und die Bundesregierung sollten die Politik der chinesischen Regierung gegenüber den Religionsgemeinschaften genau verfolgen und auf bilateraler wie internationaler Ebene mit Nachdruck auf die chinesische Regierung einwirken, anerkannte Menschenrechtsstandards insbesondere im Bereich der Religionsfreiheit einzuhalten. Der Bericht zur weltweiten Lage der Religions- und Weltanschauungsfreiheit und auch die Einsetzung eines Beauftragten für Religionsfreiheit sind vor diesem Hintergrund zu begrüßen,“ so Müller abschließend.

 

Pressekontakt:
Kai Müller
Geschäftsführer
Tel.: +49 (0) 30 27879086
E-Mail: presse(at)savetibet.de
Twitter: @savetibet
International Campaign for Tibet Deutschland e.V.
Schönhauser Allee 163
D-10435 Berlin
www.savetibet.de

Die International Campaign for Tibet (ICT) setzt sich als weltweit größte Tibet-Organisation seit 30 Jahren für die Wahrung der Menschenrechte und das Selbstbestimmungsrecht des tibetischen Volkes ein. ICT unterhält Büros in Washington, D.C., Amsterdam, Brüssel und Berlin sowie ein Rechercheteam in Dharamsala, Indien.

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