MENSCHENRECHTSPREIS SCHNEELÖWE

Menschenrechtspreis Schneelöwe

Die International Campaign for Tibet verleiht den Menschenrechtspreis „Schneelöwe“ in Anerkennung besonderer Leistungen im Bereich Politik, Gesellschaft und Kultur in Bezug auf Tibet, China, Ost-Turkestan, die Südmongolei, Hongkong und Taiwan.  Preisträgerinnen und Preisträger sind Menschen und Organisationen, die Zivilcourage zeigen, sich zivilgesellschaftlich bzw. politisch engagieren und beispielhaft für Menschenrechte und Demokratie eintreten, oder für den Erhalt ihrer bedrohten Kultur werben. Der Preis wurde erstmals am 15. Oktober 2022 im Umweltforum Berlin verliehen und ist dotiert mit 3.000 Euro. Bisher erhalten haben den „Schneelöwen“ Dr. Adrian Zenz, das Tibet Filmfestival, Lhadon Tethong und die Organisation „Freiheit für Hongkong“. 

Schneelöwe 2025: Zur Pressemitteilung
Schneelöwe 2024: Zur Pressemitteilung
Schneelöwe 2022: Zur Pressemitteilung

Interview mit Preisträger Dr. Adrian Zenz

DIE PREISTRÄGER 2025

DR. SOPHIE RICHARDSON

Dr. Sophie Richardson ist seit vielen Jahren weltweit als Menschenrechtsverteidigerin und führende Expertin für die Politik Chinas, für Menschenrechte und Außenpolitik bekannt. Die Amerikanerin ist seit Januar 2025 Co-Exekutivdirektorin des Netzwerks chinesischer Menschenrechtsverteidiger (CHRD) und war von 2006 bis 2023 China-Direktorin bei Human Rights Watch. Dr. Richardson hat sich in ihren verschiedenen Funktionen mit Nachdruck für die Rechte von Tibetern, Uiguren, Hongkongern und chinesischen Menschenrechtsverteidigern eingesetzt.

Ihre aktuelle Forschung konzentriert sich auf die globalen Auswirkungen der „schwachen Reaktionen“ von Demokratien auf die zunehmend repressive Politik der chinesischen Regierung und Dr. Richardson berät in diesem Zusammenhang mehrere Menschenrechtsorganisationen. Dabei wies sie unter anderem zuletzt in einem Gastbeitrag für „The Diplomat“ auf Tibets im Kindesalter entführten Panchen Lama hin, der beispielhaft für die Straflosigkeit stehe, mit der die chinesische Regierung fundamentale Rechte der Tibeter systematisch verletzen könne, ohne sich dafür verantworten zu müssen.

Als Absolventin der University of Virginia, des Hopkins-Nanjing-Programms und des Oberlin College ist Dr. Richardson Autorin zahlreicher Artikel über innenpolitische Reformen, Demokratisierung und Menschenrechte in China, Kambodscha, Indonesien, Hongkong, den Philippinen und Vietnam. Sie sprach als Expertin für Menschenrechte vor dem Europäischen Parlament, dem US-Senat und dem US-Repräsentantenhaus.

Dr. Richardson ist Autorin des Buches „China, Kambodscha und die fünf Prinzipien der friedlichen Koexistenz“ (Columbia University Press, Dezember 2009), einer eingehenden Untersuchung der chinesischen Außenpolitik seit der Genfer Konferenz von 1954, einschließlich seltener Interviews mit politischen Entscheidungsträgern.

Weiterhin verfasst Dr. Richardson als Expertin für Menschenrechte zahlreiche Kommentare für internationale Medien, wie die BBC, CNN, den Far Eastern Economic Review, Foreign Policy, die New York Times, das Wall Street Journal und die Washington Post.

GESHE LOBSANG MONLAM

Geshe Lobsang Monlam, Gründer und Leiter des Monlam Tibetan IT Research Centre, setzt sich seit vielen Jahren für den Erhalt der bedrohten tibetischen Sprache und Kultur ein. Der tibetische Mönch und Wissenschaftler veröffentlichte 2022 gemeinsam mit seinem Team aus mehr als 150 Redakteuren und Mitarbeitern vor Tausenden von Menschen im Tsuklagkhang-Tempel im indischen Dharamsala das erste große Wörterbuch in tibetischer Sprache. Das „Grand Monlam Tibetan Dictionary“ mit Definitionen für bisher mehr als 360.000 Wörter in tibetischer Sprache ist inzwischen auch als digitales Wörterbuch sowie per App nutzbar und umfasst in Buchform 223 Bände.

Monlam sorgte im November 2023 erneut für großes Aufsehen, als er auf einer weiteren Veranstaltung in Dharamsala bahnbrechende KI-Entwicklungen für Tibetisch vorstellte. Höhepunkt seiner Präsentation war ein hochpräzises Übersetzungsprogramm, das heute mit Hilfe künstlicher Intelligenz aus dem Tibetischen ins Englische übersetzt.

Für die tibetische Gesellschaft in Tibet und im Exil ist das Wörterbuch ein wichtiger Meilenstein, um die tibetische Literatur und Sprache zu erhalten und sich gegen ihre durch die Sinisierungs-Politik der Kommunistischen Partei Chinas drohende Auslöschung zu wehren. Monlam hatte 2004 mit der Entwicklung der Software für das Sprachprogramm begonnen und arbeitete seitdem an einer tibetischen Computer-Schrift. Bereits 2005 gelang es dem Tibeter, die tibetische Schriftart „Monlam Bodyig“ zu veröffentlichen und einige Jahre später folgten die Versionen 2 und 3 des Schriftprogramms.

2008 lud der Dalai Lama Monlam nach Dharamsala ein und stellte persönlich die neue Schrift-Version „Monlam Bodyig 3“ vor. Er ermutigte Monlam und sein Team, an dem Wörterbuchprojekt weiterzuarbeiten, das er für besonders wichtig hielt. Mit Unterstützung des Dalai Lama wurde schließlich 2012 das „Monlam Bodyig Research Center“ gegründet und die Arbeit an einem neuen Großprojekt – dem „Monlam Grand Tibetan Dictionary“ – begann.

Aktuell arbeitet Monlam daran, den Dalai Lama mit Hilfe von KI unsterblich zu machen. Seine Vision: eine künstliche Intelligenz zu entwickeln, die die Stimme, die Gedanken und Lehren des Dalai Lama wieder- und weitergibt. Für Monlam keine Spielerei, sondern eine Überlebensstrategie: „Wenn wir es schaffen, den Dalai Lama zu erhalten, bewahren wir auch die Tibet-Bewegung“, davon ist Monlam überzeugt.

Schneelöwe 2025 – Die Preisverleihung in Bildern

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen

DIE PREISTRÄGER 2024

LHADON TETHONG

Lhadon Tethong, Mitbegründerin und Direktorin des Tibet Action Institute, ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten der tibetischen Freiheitsbewegung und wurde vom International Center on Nonviolent Conflict 2011 mit dem ersten jährlichen James Lawson Award for Nonviolent Achievement ausgezeichnet. Die in Kanada geborene Tibeterin war zuvor Geschäftsführerin von Students for a Free Tibet. Lhadon hat die Welt bereist und gleichzeitig leidenschaftlich am Aufbau einer effektiven gewaltfreie Bewegung für die Freiheit Tibets mitgewirkt. Dabei entwickelte sie innovative Kampagnen gegen Chinas Herrschaft in Tibet.

Im Vorfeld und während der Olympischen Spiele 2008 in Peking erregte Lhadon durch ihre öffentlichkeitswirksame Kampagne zur Verurteilung der chinesischen Herrschaft über Tibet internationale Aufmerksamkeit, als sie in Echtzeit Berichte über ihre Reisen durch Peking während der Vorbereitungen für die Olympischen Spiele 2008 auf ihrem Blog veröffentlichte – einem der ersten in der tibetischen Diaspora (BeijingWideOpen.org). Dadurch zog sie seinerzeit den Zorn der chinesischen Behörden auf sich, wurde inhaftiert und aus China abgeschoben.

Als gefragte Kommentatorin in den Medien hat Lhadon der gewaltfreien Tibet-Bewegung vor Zuhörern auf der ganzen Welt eine Stimme gegeben. Ebenso trug Ladhon Tethong als Direktorin des Tibet Action Institute gemeinsam mit dem tibetischen Bildungsexperten Dr. Gyal Lo maßgeblich zum Bekanntwerden des Systems von Zwangsinternaten der chinesischen Regierung für mehr als eine Million tibetischer Kinder bei. Weitere Informationen unter: https//tibetaction.net

FREIHEIT FÜR HONGKONG e.V.


Freiheit für Hongkong e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin. Der Verein wurde 2022 von Aktivisten aus Hongkong und Deutschland als Antwort auf die stetige Verschlechterung der Menschenrechtslage in Hongkong gegründet. Die Gründungsmitglieder vereint eine gemeinsame Mission: Das Streben nach einem freien und demokratischen Hongkong. Vertreter des Vereins sind in regelmäßigem Kontakt mit politischen Entscheidungsträgern, Diplomaten und Abgeordneten sowohl auf Bundes-. als auch auf EU-Ebene. Sie bemühen sich darum, politische Entscheidungsträger davon zu überzeugen, sich für eine kritische China-Politik und für ein freies Hongkong einzusetzen. Auf zivilgesellschaftlicher Ebene steht der Verein in ständigem Austausch mit Thinktanks sowie anderen Menschenrechtsorganisationen und Aktivistengruppen. Gleichzeitig informiert der Freiheit für Honkong e.V. durch verschiedene Projekte die deutsche Öffentlichkeit über die Lage in Hongkong.

Ray Wong Toi-yeung, 1. Vorsitzender des Vereins, war selbst in der Hongkonger Demokratiebewegung aktiv und wurde 2016 verhaftet. Da ihm eine zehnjährige Strafe drohte, floh er 2017 aus Hongkong und beantragte in Deutschland Asyl. Generalsekretärin Amy Siu (Foto) ist eine weitere Hauptakteurin des Freiheit für Honkong e.V.. Die überzeugte Aktivistin lebt seit 2010 in Deutschland und vertritt die Demokratiebewegung Hongkongs bundesweit bei Kundgebungen, Prottestaktionen und Veranstaltungen.

Neben ihrer politischen Arbeit setzen sich die Vereinsmitglieder für den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Hongkong ein. Freiheit für Hongkong e.V. sieht sich als Brücke zwischen Hongkong und Deutschland in den Bereichen Zivilgesellschaft und Kultur. Auch bieten der Verein Hongkongern, die in Deutschland Asyl beantragen möchten, Beistand und Unterstützung. Weitere Informationen unter: https://freiheithk.de

Schneelöwe 2024 – Die Preisverleihung in Bildern

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

DIE PREISTRÄGER 2022

DR. ADRIAN ZENZ


Der Anthropologe und China-Forscher Dr. Adrian Zenz hat mit seinen bahnbrechenden Recherchen fast im Alleingang dazu beigetragen, die schweren Menschenrechtsverbrechen an den Uiguren aufzudecken. Er recherchierte jahrelang im Internet und fand auf chinesischen Regierungsseiten etwa die Bauausschreibungen für die Umerziehungslager in Ost-Turkestan (Xinjiang). Ebenso konnte er als Erster nachweisen, dass Hunderttausende von Uigurinnen und Uiguren Zwangsarbeit auf den Baumwollfeldern in Xinjiang leisten müssen.

Jahre zuvor war Zenz bei seinen Recherchen auch auf öffentliche Stellenausschreibungen für Polizei- und Sicherheitskräfte in der sogenannten „Autonomen Region Tibet“ gestoßen. Neben dem rasanten Anstieg von Polizei- und Sicherheitsstellen in Tibet, dokumentierte Zenz die Existenz staatlicher „Arbeitsprogramme“, militärisch organisierter „Umerziehungslager“ und sogenannter „Berufsausbildungszentren“, in die Hunderttausende Tibeterinnen und Tibeter gezwungen worden waren. Weitere Informationen unter: https://victimsofcommunism.org/leader/adrian-zenz-phd/

TIBET FILM FESTIVAL


Das Tibet Film Festival in Zürich fördert seit 2008 Filme tibetischer Autoren und Autorinnen und hilft damit, vielschichtige Facetten einer bedrohten Kultur bekannt zu machen. Inspiriert wurde die Gründung des Festivals durch den tibetischen Amateurfilmer Dhondup Wangchen (Foto), der im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking 2008 für seinen Film „Leaving Fear Behind“ durch Tibet reiste und Tibeter nach ihrer Meinung zu den Spielen fragte, ehe er vom chinesischen Regime inhaftiert wurde. Vor der Inhaftierung von Dhondup Wangchen wurde das Filmmaterial für „Leaving Fear Behind“ in die Schweiz gebracht und Dhondup Wangchens Cousin übergeben, der daraufhin die Initiative „Filming for Tibet“ gründete und den Film fertigstellte. Aus der Initiative „Filming for Tibet“ ging später das Tibet Film Festival hervor.

Das Tibet Film Festival findet seit 2010 jährlich in Zürich und Dharamsala (Indien) statt. Mit London und Berlin sind in den letzten Jahren zwei weitere Austragungsorte dazugekommen. Gezeigt werden Filme, die von Tibetern in Tibet und im Exil produziert wurden. Weitere Informationen unter: https://www.tibetfilmfestival.org/

Der „Schneelöwe“ und seine Bedeutung

Der “Schneelöwe” gilt als Wahrzeichen Tibets, das die schneebedeckten Bergketten und Gletscher Tibets repräsentiert. Der “Schneelöwe” ist unter anderem ein Symbol für Mut, Kraft und Freude. Sein Brüllen wird mit dem Klang der Leerheit, des Mutes und der Wahrheit gleichgesetzt. “Schneelöwen” wurden als Nationalemblem Tibets auf Briefmarken, Münzen, Banknoten oder heute der Nationalflagge Tibets verwendet.

Zu den vorherigen Preisverleihungen

Durch das Anklicken der nachfolgenden Buttons gelangen Sie auf die Seiten unserer vorherigen Preisverleihungen.

ANMELDUNG NEWSLETTER

Bleiben Sie über Tibet und
die Arbeit der ICT informiert!

ANMELDUNG NEWSLETTER

Bleiben Sie über Tibet und
die Arbeit der ICT informiert!

JETZT SPENDEN

Spendenkonto
IBAN: DE24370205000003210400
BIC: BFSWDE33XXX

 

MITGLIED / UNTERZEICHNER /
MITGLIED IM TRÄGERVEREIN

  

 

JETZT FOLGEN

   

JETZT SPENDEN

Spendenkonto
IBAN: DE24370205000003210400
BIC: BFSWDE33XXX

 

MITGLIED / UNTERZEICHNER /
MITGLIED IM TRÄGERVEREIN

  

 

 

JETZT FOLGEN