Unterwegs für
eine Lösung des
Tibet-Konflikts

Quelle: Czechs Support Tibet/
Cesi Tibet podporuji

„Was können die Tschechische Republik und die Europäische Union tun, um die Krise in Tibet zu lösen?“ Dieser Frage widmete sich am 14. November eine hochkarätig besetzte Konferenz im tschechischen Senat, der zweiten Kammer des tschechischen Parlaments in Prag.

Besondere Bedeutung kam der von ICT mitorganisierten Veranstaltung dadurch zu, dass Tschechien derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat. Hauptgäste der Konferenz waren drei Abgeordnete des tibetischen Exilparlaments aus dem nordindischen Dharamsala, die sich augenblicklich auf einer Reise durch mehrere europäische Staaten befinden, sowie die Leiterin der Tibet-Vertretung in Genf Thinlay Chukki.

Deutliches Zeichen der Unterstützung für das tibetische Volk

ICT-Geschäftsführer Kai Müller sprach bei der Konferenz zum Thema „UN-Menschenrechtsrat: ein Schlachtfeld für die Menschenrechte in China und Tibet“. Anschließend zog er ein positives Fazit: „Es ist wichtig, dass der Tibet-Konflikt im Rahmen der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft thematisiert wird. Damit setzen der tschechische Senat und die tschechische Regierung ein deutliches Zeichen, dass sie das tibetische Volk unterstützen und dass sie vom chinesischen Staat begangene Menschenrechtsverletzungen gegen Tibeter, Uiguren oder die Demokratiebewegungen in Hongkong und China nicht tolerieren.“

Flagge zeigen für Tibet

Ein Höhepunkt der Tage in Prag dürfte für die tibetische Delegation ein Besuch am Denkmal für die „Samtene Revolution“ vom 17. November 1989 (Foto) gewesen sein. Exakt 33 Jahre später zeigten sie vor der Gedenkstätte im Herzen der tschechischen Hauptstadt, an der die Menschen bereits unzählige Blumen und Kerzen niedergelegt hatten, Flagge für Tibet. Begleitet wurden sie dabei von ICT-Mitglied Kateřina Bursik Jacques, die zugleich auch bei „Czechs Support Tibet / Cesi Tibet podporuji“ mitarbeitet.

Organisatorisch und inhaltlich unterstützt wurde die Europareise der drei tibetischen Abgeordneten Youdon Aukatsang, Tenpa Yarphel und Wangdue Dorjee von unseren Brüsseler ICT-Kollegen. Sowohl in Prag, wie auch bei den folgenden Besuchen in Litauen, Schweden und den Niederlanden begleiteten Mélanie Blondelle und Vincent Metten die Delegation bei ihren Terminen mit Vertretern von Politik, Medien und der Zivilgesellschaft.

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