Peking blockiert Pilgerreisen zum
Dalai Lama

Foto: Lobsang Tsering

Im Dezember erteilte der Dalai Lama zwei Wochen lang buddhistische Unterweisungen im indischen Bodhgaya. In den vergangenen Jahren waren dazu auch tausende Pilger aus Tibet an den Ort gereist, an dem der Überlieferung zufolge Buddha die Erleuchtung erlangt haben soll. In diesem Jahr glückte dies „nicht mehr als hundert“ tibetischen Pilgern, wie der tibetische Dienst von „Radio Free Asia“ (RFA) berichtete. Verantwortlich dafür waren offenbar die chinesischen Behörden, die ihre Kontrollen verschärft hatten, um sicherzustellen, dass möglichst wenige Tibeter zu ihrem geistlichen Oberhaupt reisen könnten.

Kaum Reisepässe für Tibeter

Den Quellen von RFA zufolge verweigerten die chinesischen Behörden die Ausstellung von Reisepässen an Tibeter, zudem konfiszierten sie bereits ausgestellte Pässe. Schon im vergangenen Jahr waren Tibetern, die als Pilger nach Bodhgaya gereist waren, nach ihrer Rückkehr die Reisepässe abgenommen und zerstört worden. In diesem Jahr wurde diese Politik weiter verschärft, so der Bericht von RFA. Eigentlich sei der Winter für viele Tibeter eine gute Zeit, um zu den heiligen Stätten des Buddhismus in Indien, Nepal und Bhutan zu reisen. Doch seien beispielsweise in der nordosttibetischen Präfektur Tsolho Tibetern ihre gültigen Reisepässe abgenommen worden. Andere Tibeter, die vom Flughafen von Chengdu nach Indien fliegen wollten und bereits über Tickets verfügten, seien dort gestoppt worden. Man habe ihre Pässe untersucht und ihnen gesagt, die Papiere seien nicht mehr gültig, sie könnten damit nicht ins Ausland reisen. Generell sei es besonders für tibetische Bauern und Nomaden außerordentlich schwierig, Reisepässe zu erhalten und sich damit auf Pilgerreise zu begeben, so eine Quelle von RFA, die anonym bleiben wollte. Selbst im Ausland müsse man sehr darauf achten, was man in der Öffentlichkeit sage, um nicht nach der Rückkehr nach Tibet in Schwierigkeiten zu geraten.

Langlebenszeremonie für Dalai Lama

Während einer Langlebenszeremonie zum Abschluss seiner Unterweisungen, ging der Dalai Lama explizit auf die Menschen in Tibet ein. Er sagte, Millionen von Tibetern in Tibet brächten ihren unerschütterlichen Glauben zum Ausdruck und beteten für seine Gesundheit und sein langes Leben. Die in Bodhgaya dargebrachten rituellen Opfergaben sehe er daher als auch in ihrem Namen erfolgt an, so der Dalai Lama. Ein Artikel auf der Webseite der tibetischen Exilregierung, zitierte ihn mit den Worten: „Ich bin sehr gesund, mein Geist ist äußerst klar, und ich bete dafür, dass ich über hundert Jahre alt werde, um meinen Dienst fortzusetzen.“

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