Chinesische Einschüchterungen überschatten Losar-Feiern in Tibet

Quelle: RFA

Am 5. Februar begannen in Tibet die Feiern zum Neujahrsfest Losar, eigentlich eine Zeit des Friedens und der Freude. Doch die Stimmungslage zum Beginn des Jahrs des weiblichen Erdschweins sei in Tibet eine gänzlich andere gewesen, meldete „Radio Free Asia“ (RFA) unter Berufung auf tibetische Quellen. So seien in Lhasa zahlreiche Polizisten auf den Straßen unterwegs gewesen und hätten eine „Atmosphäre der Einschüchterung und Bedrohung“ erzeugt. In Teilen Tibets sei Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der traditionelle Klosterbesuch zu Losar verboten worden. Viele hätten sich jedoch über das Verbot hinweggesetzt. In anderen Teilen Tibets hätten behördlich verfügte Reiseeinschränkungen dafür gesorgt, dass viele Familien nicht gemeinsam feiern konnten.

Bundesregierung kritisiert Menschenrechtslage in Tibet

In ihrem aktuellen Menschenrechtsbericht kritisiert die deutsche Bundesregierung die Menschenrechtslage in Tibet und der Uigurenregion Xinjiang (Ost-Turkestan). Darin heißt es, die religiöse und kulturelle Identität von Tibetern und Uiguren werde „massiv unterdrückt“, die chinesische Regierung gehe „gegen jegliche (auch vermeintliche) Autonomie- und Unabhängigkeitsbestrebungen mit großer Härte vor“. Ein Satz bringt es auf den Punkt: „Die Kommunistische Partei beharrt mehr denn je auf ihrem Anspruch auf ungeteilte Macht und setzt diesen mit zunehmender Härte durch.“

Freedom House“ zu Tibet: Lage nur in Syrien schlechter

Auch der aktuelle „Freedom in the World“-Bericht von „Freedom House“ stellt der Menschenrechtslage in Tibet ein äußerst schlechtes Zeugnis aus. Nur im Bürgerkriegsland Syrien sehe es noch schlechter aus, heißt es darin. Während die Volksrepublik China als Ganzes mit 11 von 100 möglichen Punkten klar als „nicht frei“ eingestuft wird, kommt die sogenannte Autonome Region Tibet auf gerade mal einen Punkt. Selbst Nord-Korea wird mit drei Punkten weniger schlecht eingestuft. (Der Bericht unternimmt keine separate Bewertung der anderen Teile Tibets, die von der chinesischen Regierung bereits vor Jahrzehnten den chinesischen Provinzen Qinghai, Gansu, Sichuan und Yunnan zugeschlagen wurden.) Der Bericht kritisiert auch den immer klarer zutage tretenden Versuch Pekings, das eigene autoritäre Regierungsmodell in andere Länder zu exportieren.

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