Berlin, 3. Juli 2019. Anlässlich des bevorstehenden 84. Geburtstags des Dalai Lama am 6. Juli erinnert die International Campaign for Tibet (ICT) an das Schicksal von neun Tibetern, die von der chinesischen Justiz zu langjährigen Haftstrafen verurteilt wurden, weil sie im Jahr 2015 zum 80. Geburtstag des Dalai Lama Feiern organisieren wollten. ICT ruft die deutsche Bundesregierung und die internationale Gemeinschaft auf, sich gegenüber den chinesischen Behörden für die unverzügliche und bedingungslose Freilassung der neun Männer und Frauen einzusetzen, die aus Sicht der International Campaign for Tibet lediglich friedlich ihr Recht auf freie Religionsausübung in Anspruch genommen haben.

Die Urteile, die von fünf Jahren bis zu 14 Jahren Gefängnishaft lauteten, sind eindeutig politisch motiviert und sollen offenbar Tibeter einschüchtern, die den Dalai Lama als ihr religiöses Oberhaupt verehren, so die International Campaign for Tibet.

Die neun Tibeter Drugdra, Lobsang Khedrub, Lobsang Gephel, Lodro. Ta’re Kyi, Bonkho Kyi, Trotsik Tsultrim, Tsulte und Akyakya wurden am 6. Dezember 2016 von einem Gericht im osttibetischen Ngaba verurteilt. Allesamt waren sie Ende 2015 festgenommen und seither durchschnittlich ein Jahr an unbekanntem Ort in Incommunicado-Haft festgehalten worden. Angehörige oder Freunde wussten weder, in welcher Haftanstalt sie sich befanden, noch ob sie überhaupt am Leben waren. Keinem von ihnen wurde vor Gericht die Unterstützung durch einen Rechtsbeistand gestattet. Bei den Verurteilten handelt es sich sowohl um – teils hochrangige – Mönche, als auch um buddhistische Laien. Tibeterinnen und Tibeter begehen den Geburtstag des Dalai Lama üblicherweise mit Picknicks im Freien oder tauschen sich in Chaträumen dazu aus. Dies wurde den verurteilten Tibetern offenbar zur Last gelegt.

Einzelheiten zu den Fällen finden Sie auf unserer Homepage und in unserem englischsprachigen Originalbericht „Tibetans sentenced to long prison terms for involvement in Dalai Lama’s 80th Birthday celebration”.

Pressekontakt:

Kai Müller
Geschäftsführer
Tel.: +49 (0) 30 27 87 90 86
E-Mail: presse(at)savetibet.de
Twitter: @savetibet

International Campaign for Tibet Deutschland e.V.
Schönhauser Allee 163
D-10435 Berlin
www.savetibet.de

Die International Campaign for Tibet (ICT) setzt sich als weltweit größte Tibet-Organisation seit 30 Jahren für die Wahrung der Menschenrechte und das Selbstbestimmungsrecht des tibetischen Volkes ein. ICT unterhält Büros in Washington, D.C., Amsterdam, Brüssel und Berlin sowie ein Rechercheteam in Dharamsala, Indien.

 

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