Unfassbar mutig protestiert die Tibeterin Gonpo Kyi regelmäßig für die Freilassung ihres zu lebenslanger Haft verurteilten Bruder, zuletzt am 10. Mai. Wie auf diesem Bild vom 26. April wurde sie dabei erneut von chinesischen Beamten mit einem großen schwarzen Polizeibanner abgeschirmt, um ihren Protest vor den Augen der Öffentlichkeit zu verbergen. (Quelle: RFA)

Mutiger öffentlicher Protest in Lhasa: Chinesische Polizei bringt Tibeterin gewaltsam weg

Mit Gewalt hat die chinesische Polizei die Tibeterin Gonpo Kyi daran gehindert, erneut für ihren zu lebenslanger Haft verurteilten Bruder zu protestieren. Am 10. Mai wurde sie von den Beamten vom Schauplatz ihrer Protestaktion im Zentrum von Lhasa weggebracht. Wie es derzeit um sie steht, ist nicht bekannt. Es handelte sich bereits um den siebten bekannten öffentlichen Protest von Gonpo Kyi für die Freilassung ihres Bruders Dorjee Tashi.

In der China-Politik müssen Menschenrechte eine größere Rolle spielen!

Zum Besuch von Chinas Außenminister forderte ICT Annalena Baerbock auf, die Menschenrechtslage in Tibet stärker einzubeziehen und mit Nachdruck für eine Lösung des Tibet-Konflikts einzutreten. Eine konkrete und stärkere Einbeziehung von Menschenrechtsfragen bei der Neuausrichtung der China-Strategie der Europäischen Union. verlangt ICT auch von den anderen EU-Mitgliedsstaaten und der EU selbst.

Peking sammelt systematisch Gendaten von Tibetern

US-Außenminister Antony Blinken hat sich öffentlich besorgt über Berichte geäußert, wonach China die DNA von Tibetern sammelt. Blinken ist der bislang ranghöchste US-Offizielle, der dieses Thema angesprochen hat. Er bezeichnete die massenhafte DNA-Sammlung in Tibet als „eine zusätzliche Form der Kontrolle und Überwachung der tibetischen Bevölkerung”.

 

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