Journalistenpreis „Schneelöwe 2014“ für herausragende Tibet-Berichterstattung / Eva Corell, Hannes Jaenicke und Andreas Lorenz küren Siegerbeiträge / Einreichungsfrist noch bis Ende Juni

Berlin, 22. Mai 2014. Der Journalistenpreis „Schneelöwe 2014“ der International Campaign for Tibet (ICT) geht in die letzten Runden. Noch gut fünf Wochen verbleiben bis zum 30. Juni 2014, dem Fristende für das Einreichen herausragender journalistischer Beiträge mit thematischem Bezug zu Tibet. Mit dem Preis möchte die ICT eine qualifizierte Berichterstattung fördern, die dazu beiträgt, ein besseres Verständnis für die politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen in China und/oder Tibet zu entwickeln. Erwünscht sind insbesondere Einsendungen, die sich mit der politischen Situation in der Volksrepublik China und ihren Nationalitäten befassen. Besonders berücksichtigt werden Einsendungen, die einen Bezug zu Tibet herstellen.

Die Einreichungen dürfen aus allen Feldern journalistischen Schaffens stammen, ganz gleich ob aus Print oder Online, aus Radio oder Fernsehen. Wichtig: Die Beiträge müssen im Jahr 2013 in deutschsprachigen Medien veröffentlicht worden sein. Alle weiteren Einzelheiten finden Sie hier auf unserer Homepage: 

Die Jury des „Schneelöwe-Journalistenpreises 2014“ kann diesen in folgender Form vergeben:

● Ein Erster Preis, dotiert mit 2.000 €.

● Ein Zweiter Preis, dotiert mit 1.000 €.

Außerdem ist ein Recherchestipendium für freie Journalisten in Höhe von 2.000 € zu vergeben. Einzelheiten dazu finden Sie hier.

Der unabhängigen Jury, die zum nunmehr bereits vierten Mal über die Vergabe der „Schneelöwen“ entscheidet, gehören die folgenden Persönlichkeiten an:

● die langjährige China-Korrespondentin der ARD Eva Corell,
● der Schauspieler und Dokumentarfilmer Hannes Jaenicke sowie
● der Autor und langjährige China-Korrespondent des SPIEGEL Andreas Lorenz.

Bewerbungen für die „Schneelöwen“ und das Recherchestipendium können bis 30. Juni 2014 in der Geschäftsstelle in Berlin eingereicht werden. Alles Nähere finden Sie hier auf der ICT-Internetseite.

Pressekontakt:
Kai Müller
Geschäftsführer
International Campaign for Tibet Deutschland e.V.
Schönhauser Allee 163
D-10435 Berlin
Tel.: +49 (0) 30 27879086
Fax: +49 (0) 30 27879087
E-Mail: presse(at)savetibet.de
Die International Campaign for Tibet (ICT) setzt sich als weltweit größte Tibet-Organisation seit mehr als 25 Jahren für die Wahrung der Menschenrechte und das Selbstbestimmungsrecht des tibetischen Volkes ein. ICT unterhält Büros in Washington, D.C., Amsterdam, Brüssel, London und Berlin sowie ein Rechercheteam in Dharamsala, Indien. ICT ist gemeinnützig und finanziert sich aus Spenden.

Berlin, 16. März 2011. Der 21 Jahre alte tibetische Mönch Phuntsog aus dem Kloster Kirti in Ngaba (chin.: Aba) in der chinesischen Provinz Sichuan hat sich heute Morgen öffentlich angezündet und ist anschließend seinen Verletzungen erlegen. Augenzeugen in Kontakt mit tibetischen Exil-Quellen zufolge soll die Polizei die Flammen gelöscht und auf Phuntsog eingeschlagen haben. Kurz danach sei der Mönch gestorben. Die Selbstverbrennung Phuntsogs fiel zusammen mit dem dritten Jahrestag der blutigen Niederschlagung des friedlichen Protests im Kloster Kirti im Jahre 2008. Dabei waren mindestens zehn Tibeter von chinesischen Sicherheitskräften erschossen worden.

Der Tod Phuntsogs führte anschließend zu einer großen Demonstration, an der sich mehrere Hundert Mönche und weitere Tibeter beteiligten, wie dieselben Quellen berichten. Diesen Protestzug habe die Polizei gewaltsam gestoppt und dabei eine unbekannte Anzahl von Mönchen verhaftet sowie protestierende Tibeter geschlagen. Der Leichnam Phuntsogs wurde unterdessen ins Kloster Kirti zurückgebracht. Wie ein tibetischer Mönch im nordindischen Dharamsala sagte, seien die Mönche in Kirti „eher bereit zu sterben, als Phuntsogs Leiche den chinesischen Behörden zu übergeben“. Inzwischen soll das Kloster von chinesischem Militär umstellt sein, offenbar seien auch einige Telefonverbindungen unterbrochen worden.

Die Selbstverbrennung Phuntsogs ist bereits die zweite im Kloster Kirti seit dem Frühjahr 2008. Im Februar 2009 hatte sich der Mönch Tapey ebenfalls in Brand gesetzt, nachdem eine Gebetszeremonie innerhalb des Klosters von den chinesischen Behörden untersagt worden war. Tapey überlebte, wurde allerdings anschließend inhaftiert. Wo er derzeit festgehalten wird, ist unbekannt. Nach Einschätzung der International Campaign for Tibet (ICT) ist der aktuelle Vorfall in hohem Maße erschütternd. Phuntsogs Selbstverbrennung zeige auf drastische Art die Verzweiflung der Tibeter über die kompromisslose Linie Pekings in ihrer Heimat.

Kontakt:

Kai Müller
Geschäftsführer / Executive Director
International Campaign for Tibet Deutschland e.V.
Schönhauser Allee 163
10435 Berlin
Germany

Tel.: +49 (0)30 – 27879086
Fax: +49 (0)30 – 27879087
E-Mail: presse(at)savetibet.de

Besuchen Sie unsere Internetseite:
www.savetibet.de

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