Pressemitteilung: Dalai Lama verleiht „Light of Truth-Award“ der ICT / Menschen mit großen Verdiensten um Tibet ausgezeichnet
Berlin, 16. April 2013. Aus der Hand des Dalai Lama empfingen am vergangenen Samstag fünf Menschen mit großen Verdiensten um Tibet den „Light of Truth-Award“ der International Campaign for Tibet (ICT). Das „Licht der Wahrheit“ – symbolisiert durch eine traditionelle tibetische Butterlampe – gilt als die renommierteste Auszeichnung innerhalb der Tibet-Bewegung. Die Preisverleihung fand im schweizerischen Fribourg statt, wo der Dalai Lama eine buddhistische Unterweisung im Rahmen seines Schweizbesuchs abhielt. Bereits in den vergangenen Jahren wurde der „Light of Truth-Award“ vom Dalai Lama im Namen der ICT überreicht. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu, der verstorbene tschechische Präsident Václav Havel, Literaturnobelpreisträger Elie Wiesel, der chinesische Schriftsteller Wang Lixiong, Filmregisseur Martin Scorsese und das indische Volk.
Die aktuellen Preisträger sind:
Robert Ford, der im Jahre 1949 als erster Westler offiziell für die tibetische Regierung tätig war und später fast fünf Jahre in chinesischer Haft verbringen musste. Robert Ford hatte seine erste Audienz beim Dalai Lama, als dieser gerade einmal elf Jahre alt war.
Professor Dr. Christian Schwarz-Schilling, Bundesminister a.D., langjähriges Mitglied im Deutschen Bundestag und von 2006 bis 2007 Hoher Repräsentant der Vereinten Nationen für Bosnien und Herzegowina. Professor Schwarz-Schilling setzt sich seit Jahren für den tibetisch-chinesischen Dialog ein.
Professor Theo van Boven. Der niederländische Völkerrechtsexperte und frühere UN-Sonderberichterstatter über Folter setzt sich ebenfalls seit Jahren dafür ein, dass Tibet einen festen Platz auf der Agenda des UN-Systems behält.
Die Internationale Juristenkommission (ICJ). Die Nichtregierungsorganisation, gegründet 1952 in Berlin, hat sich dem Einsatz für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit verschrieben. Die Trägerin der Menschenrechtspreise von Europarat und UNO hat in der Vergangenheit zahlreiche grundlegende Berichte zu Tibet veröffentlicht. Den Preis nahm der ICJ-Generalsekretär Wilder Tayler entgegen.
Sigrid Joss-Arnd. Mit ihrer Auszeichnung wird das Schweizer Rote Kreuz gewürdigt, das einen außerordentlich wichtigen Beitrag für die tibetischen Flüchtlinge geleistet hat, die nach dem Volksaufstand von 1959 ihre Heimat verlassen mussten. 1960 gründete Frau Joss-Arnd die "Tibeter Heimstätten" in der Schweiz, mit dem Ziel, ganze oder durch Flucht getrennte tibetische Familien in die Schweiz zu bringen bzw. sie dort zusammenzuführen.
Bei der Verleihungszeremonie sagte der Dalai Lama an die Preisträger gewandt: „Sie alle sind langjährige Freunde und Unterstützer Tibets, wofür wir unermesslich dankbar sind. Wie Sie wissen, ist der Geist des tibetischen Volkes ungebrochen und die Kraft der Wahrheit bleibt stark.“ Eine geschlossene autoritäre Gesellschaft unter der chinesischen KP könne nicht ewig aufrecht erhalten bleiben, der tibetische Geist hingegen „werde weitergetragen von Generation zu Generation“. Auf dem anschließenden Empfang hielten ICT-Präsidentin Marybeth Markey und der gewählte Führer der tibetischen Zentralverwaltung Sikyong Lobsang Sangay weitere Ansprachen.
Auf unserer Seite auf Facebook finden Sie eine Bildergalerie mit Aufnahmen von der Verleihungszeremonie und dem anschließenden Empfang.

Pressekontakt:
Kai Müller
Geschäftsführer
International Campaign for Tibet Deutschland e.V.
Schönhauser Allee 163
D-10435 Berlin
Tel.: +49 (0) 30 27879086
+49 (0) 30 27879087
E-Mail: presse(at)savetibet.de
Die International Campaign for Tibet (ICT) setzt sich als weltweit größte Tibet-Organisation seit mehr als 20 Jahren für die Wahrung der Menschenrechte und das Selbstbestimmungsrecht des tibetischen Volkes ein. ICT unterhält Büros in Washington, D.C., Amsterdam, Brüssel, London und Berlin sowie Rechercheteams in Dharamsala, Indien, und Kathmandu, Nepal.

Berlin, 16. März 2011. Der 21 Jahre alte tibetische Mönch Phuntsog aus dem Kloster Kirti in Ngaba (chin.: Aba) in der chinesischen Provinz Sichuan hat sich heute Morgen öffentlich angezündet und ist anschließend seinen Verletzungen erlegen. Augenzeugen in Kontakt mit tibetischen Exil-Quellen zufolge soll die Polizei die Flammen gelöscht und auf Phuntsog eingeschlagen haben. Kurz danach sei der Mönch gestorben. Die Selbstverbrennung Phuntsogs fiel zusammen mit dem dritten Jahrestag der blutigen Niederschlagung des friedlichen Protests im Kloster Kirti im Jahre 2008. Dabei waren mindestens zehn Tibeter von chinesischen Sicherheitskräften erschossen worden.

Der Tod Phuntsogs führte anschließend zu einer großen Demonstration, an der sich mehrere Hundert Mönche und weitere Tibeter beteiligten, wie dieselben Quellen berichten. Diesen Protestzug habe die Polizei gewaltsam gestoppt und dabei eine unbekannte Anzahl von Mönchen verhaftet sowie protestierende Tibeter geschlagen. Der Leichnam Phuntsogs wurde unterdessen ins Kloster Kirti zurückgebracht. Wie ein tibetischer Mönch im nordindischen Dharamsala sagte, seien die Mönche in Kirti „eher bereit zu sterben, als Phuntsogs Leiche den chinesischen Behörden zu übergeben“. Inzwischen soll das Kloster von chinesischem Militär umstellt sein, offenbar seien auch einige Telefonverbindungen unterbrochen worden.

Die Selbstverbrennung Phuntsogs ist bereits die zweite im Kloster Kirti seit dem Frühjahr 2008. Im Februar 2009 hatte sich der Mönch Tapey ebenfalls in Brand gesetzt, nachdem eine Gebetszeremonie innerhalb des Klosters von den chinesischen Behörden untersagt worden war. Tapey überlebte, wurde allerdings anschließend inhaftiert. Wo er derzeit festgehalten wird, ist unbekannt. Nach Einschätzung der International Campaign for Tibet (ICT) ist der aktuelle Vorfall in hohem Maße erschütternd. Phuntsogs Selbstverbrennung zeige auf drastische Art die Verzweiflung der Tibeter über die kompromisslose Linie Pekings in ihrer Heimat.

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Kai Müller
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