Weitere Massen-
vertreibung aus
Yachen Gar

 

Foto: ICT

In einer zweiten großen Vertreibungswelle haben die chinesischen Behörden in den vergangenen Tagen weitere 3.600 Mönche und Nonnen gezwungen, das buddhistische Studienzentrum Yachen Gar zu verlassen. Dies meldet „Radio Free Asia“ (RFA) unter Berufung auf eine lokale Quelle. Yachen Gar liegt im osttibetischen Landkreis Palyul (chin.: Baiyu), der bereits vor Jahrzehnten verwaltungsmäßig der chinesischen Provinz Sichuan zugeschlagen wurde. Die Betroffenen stammten aus anderen Teilen Sichuans und Qinghais. Lediglich diejenigen Bewohner Yachen Gars, die aus dem Landkreis Palyul stammen, dürften dort verbleiben, so der Bericht.

Bereits im Mai hatten die Behörden circa 3.500 Mönche und Nonnen aus Yachen Gar vertrieben, die aus der sogenannten Autonomen Region Tibet (TAR) stammten. Etliche von ihnen werden derzeit in der TAR in Hafteinrichtungen festgehalten, wo sie gezwungen sind, sogenannte „politische Umerziehungskurse“ über sich ergehen zu lassen. Berichten zufolge werden die Insassen dieser Einrichtungen, deren genaue Zahl nicht bekannt ist, auch geschlagen. In Yachen Gar seien nun chinesische Funktionäre stationiert worden, um die verbliebenen Bewohner unter strenger Aufsicht zu halten. Vor Kurzem war bereits berichtet worden, dass die Zugangskontrollen zu dem Zentrum verschärft worden seien. Die Führung Yachen Gars habe an die Behörden appelliert, die Vertreibung der Mönche und Nonnen zu beenden, doch bestehe wenig Aussicht auf Erfolg, so die Quelle von RFA. In seinen besten Zeiten hatte das Studienzentrum bis zu 10.000 Mönche und Nonnen beherbergt. Sollten die nun bekannt gewordenen Zahlen zutreffen, wäre Yachen Gar nur noch ein Schatten seiner selbst.

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