Tibet-Politik

Aktuell: Erklärung des Vereins der Tibeter in Deutschland, der Tibet Initiative Deutschland e.V. und der International Campaign for Tibet Deutschland, Berlin, 20.2.2007
23. Februar 2007
Das Schweigen brechen – Opfer würdigen – historische Wahrheit darstellen. Vom 21. Februar bis zum 28. Mai 2007 wird im Museum für Asiatische Kunst in Berlin die Ausstellung „Tibet – Klöster öffnen ihre Schatzkammern“ zu sehen sein. Die Tibetunterstützergruppen International Campaign for Tibet, Tibet Initiative Deutschland e.V. und der Verein der Tibeter begrüßen grundsätzlich, dass die tibetische Kultur durch die Ausstellung einem breiten Publikum in Deutschland näher gebracht wird. Die Ausstellung zieht sich aber leider inhaltlich völlig auf den kunsthistorischen Anspruch zurück. Die politische Geschichte Tibets wie auch die aktuelle Menschenrechtslage auf dem Dach der Welt werden konsequent ausgeklammert. Die Tibet-Unterstützergruppen sind daher in großer Sorge, dass Besucher der Ausstellung einen falschen Eindruck von der Realität Tibets erhalten könnten, die bis heute durch Menschenrechtsverletzungen sowie politische und religiöse Unterdrückung gekennzeichnet ist.
An keiner Stelle wird in der Ausstellung darauf hingewiesen, dass ein Großteil der tibetischen Kunstschätze in den 60er und 70er Jahren von den chinesischen Invasoren systematisch zerstört worden ist. Damit ist unwiederbringlich verloren gegangen, was zum Kulturerbe der Menschheit gehörte. Hinzu kommt, dass der chinesische Staatspräsident Hu Jintao, der 1989 in Lhasa Aufstände mit Waffengewalt niederschlug, die Schirmherrschaft der Ausstellung übernommen hat. Hierdurch wird die Tibet-Ausstellung zum Politikum.
Die Tibet-Unterstützergruppen International Campaign for Tibet, Tibet Initiative Deutschland und der Verein der Tibeter fordern das Museum für Asiatische Kunst auf:

  • Geschichtstafeln oder ähnliche Ausstellungselemente, die auch die Geschehnisse der Jahre 1949-2007 in Tibet beinhalten, am Eingang der Ausstellung aufzustellen;
  • Informationsmaterial für Besucher, das über historische Fakten wie die Kulturrevolution aufklärt, in Form von Flugblättern an zentralen Ausstellungspunkten auszulegen;
  • Einlegeblätter in den Ausstellungskatalog einzufügen, die auch die geschichtlichen Daten nach 1940 berücksichtigen.

Die Tibet-Unterstützergruppen International Campaign for Tibet, Tibet Initiative Deutschland e.V. und der Verein der Tibeter fordern den Schirmherrn der Ausstellung, Bundespräsident Horst Köhler auf:

  • zur Ausstellungseröffnung Stellung zu beziehen und das Schicksal Tibets nach 1949, die Opfer von Besatzung und Kulturrevolution sowie die Zerstörung von unzähligen Kulturgütern in Tibet anzusprechen.

Der Verein der Tibeter in Deutschland ist die Interessenvertretung der in Deutschland lebenden Tibeter.
Die Tibet Initiative Deutschland e.V. setzt sich seit 1989 für das Selbstbestimmungsrecht der Tibeter und die Wahrung der Menschenrechte ein.
Die International Campaign for Tibet ist die weltweit größte Tibet-Unterstützerorganisation mit mehr als 100.000 Förderern.

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