Tibet-Politik

Aktuell: Internationaler Menschenrechtstag – Menschenrechtslage in Tibet hat sich verschlechtert
10. Dezember 2007
Berlin – Aus Anlass des internationalen Tages der Menschenrechte kritisierte heute die International Campaign for Tibet Deutschland die schlechte Menschenrechtslage in dem von China besetzten Tibet. „Die Vergabe der Olympischen Spiele an China hat nicht die von vielen erhofften Verbesserungen im Menschenrechtsbereich gebracht“, äußerte sich ICT-Geschäftsführer Kai Müller. Neue Restriktionen und Eingriffe in die Religionsfreiheit, harte Urteile für friedlichen Protest und gewaltsame Übergriffe auf tibetische Flüchtlinge seien dagegen Ausdruck einer sich verschlechternden Menschenrechtslage in Tibet, so Müller weiter.
Jüngster in einer Reihe von besorgniserregenden Vorgängen sei der Fall des Tibeters Adak, der vor kurzem zu einer Haftstrafe von acht Jahren verurteilt worden war, weil er während einer öffentlichen Veranstaltung die Rückkehr des Dalai Lama nach Tibet gefordert hatte, heißt es in einem ICT-Bericht vom 20. November 2007. Unmittelbar nach dem Vorfall im osttibetischen Lithang war der 52-jährige Nomade festgenommen und kurze Zeit später wegen „Anstiftung zur Spaltung des Landes“ vor einem örtlichen Gericht angeklagt worden. Die Festnahme hatte zu friedlichen Protesten der tibetischen Bevölkerung geführt, worauf die chinesischen Behörden mit einer massiven Sicherheitspräsenz, Hausdurchsuchungen und anderen Einschüchterungen reagiert hatten. Drei weitere Tibeter wurden im gleichen Fall zu ebenfalls hohen Haftstrafen verurteilt.
ICT hatte ferner unlängst von erneuten Schüssen auf tibetische Flüchtlinge durch chinesische Sicherheitskräfte an der Grenze zu Nepal berichtet. Der Vorfall habe sich am 18. Oktober am Nangpa-Pass im Himalaya, einer von Tibetern häufig genutzten Fluchtroute nach Nepal, ereignet und gebe Anlass zu großer Sorge, da es sich fast um eine Wiederholung der tragischen Ereignisse vom September 2006 handele, bei der eine tibetische Nonne vor den Augen westlicher Touristen erschossen worden war. Die Tötung der tibetischen Nonne hatte seinerzeit zu massiven Protesten geführt und war international verurteilt worden. Peking hatte den Vorfall als Akt „normaler Grenzverwaltung“ bezeichnet.
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