Berlin, 5.2.2020. Die Außenministerien der Niederlande und Belgiens haben sich hinsichtlich der Nachfolge des Dalai Lama hinter die tibetischen Buddhisten gestellt. In separaten Stellungnahmen bekräftigten sie, es sei alleinige Sache tibetischer Buddhisten, hierüber zu entscheiden. Auf eine Frage im Parlament zur Haltung seiner Regierung erklärte der belgische Außen- und Verteidigungsminister Philippe Goffin im Januar: „Es ist logisch, dass die tibetische Religionsgemeinschaft ohne Einmischung der staatlichen Behörden einen Nachfolger benennt.” Der niederländische Außenminister Stef Blok erklärte im November 2019 in einem Kommuniqué an das niederländische Parlament: „Die Position dieses Kabinetts ist, dass es an der tibetischen Religionsgemeinschaft selbst liegt, einen zukünftigen Nachfolger für den Dalai Lama zu ernennen.”

Die offiziell atheistische Führung der Volksrepublik China beansprucht dieses Recht für sich, um offensichtlich einen der Kommunistischen Partei loyalen Nachfolger des Dalai Lama zu ernennen. Dieser massive Eingriff in die Religionsfreiheit der tibetischen Buddhisten hat zuletzt auch entschiedenen Widerspruch in den USA ausgelöst. So verabschiedete das US-Repräsentantenhaus am 28. Januar mit großer Mehrheit die Annahme des „Tibetan Policy and Support Act“ (TPSA), der unter anderem Pekings Versuche sanktionieren soll, sich in die Nachfolge des Dalai Lama einzumischen. Aktuell fehlt nur noch die Zustimmung des US-Senats, ehe der „Tibetan Policy and Support Act“ Präsident Trump zur Unterschrift vorgelegt werden kann.

Nach Auffassung der International Campaign for Tibet (ICT) sollten sich die europäischen Staaten dem Vorbild der USA anschließen und gemeinsam Druck auf Peking ausüben. Dazu sagte ICT-Geschäftsführer Kai Müller: „Wir begrüßen die klaren Worte der Außenministerien der Niederlande und Belgiens im Hinblick auf das alleinige Recht der Tibeter, über die Nachfolge des Dalai Lama zu bestimmen. Auch Deutschland und die weiteren Mitgliedsländer der Europäischen Union sollten dieses Anliegen öffentlich und unmissverständlich unterstützen und sich für die Religionsfreiheit der tibetischen Buddhisten stark machen“, so Müller.

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Kai Müller
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Die International Campaign for Tibet (ICT) setzt sich als weltweit größte Tibet-Organisation seit 30 Jahren für die Wahrung der Menschenrechte und das Selbstbestimmungsrecht des tibetischen Volkes ein. ICT unterhält Büros in Washington, D.C., Amsterdam, Brüssel und Berlin sowie ein Rechercheteam in Dharamsala, Indien.

 

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