ICT: Peking versucht
systematisch, die
Geschichte umzuschreiben

 

Quelle: SFT HQ-CC-BY-2.0

Berlin, 04.06.2021. Erklärung der International Campaign for Tibet zum 32. Jahrestag des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens

Vor 32 Jahren, am 4. Juni 1989, tötete die chinesische Regierung Tausende ihrer eigenen Bürger auf dem Tiananmen, dem Platz des Himmlischen Friedens. Für die International Campaign for Tibet bleiben auch so viele Jahre später die zahlreichen Chinesen, viele von ihnen junge Studenten, die an diesem Tag die Straßen füllten und Demokratie und Freiheit forderten, eine Inspiration. Heute, an diesem Jahrestag, drücken wir unsere Solidarität mit allen Chinesen aus, die trotz des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens die Hoffnung auf Freiheit des chinesischen Volkes nie aufgegeben haben.

Wir erinnern uns heute auch an die Tibeter, die im selben Jahr mutig protestierten, bis China am 8. März 1989 das Kriegsrecht in Tibets Hauptstadt Lhasa verhängte. Seit der Invasion Tibets vor mehr als 70 Jahren hat die chinesische Regierung systematisch daran gearbeitet, die einzigartige Religion, Sprache und Lebensweise der Tibeter zu beseitigen, heute ist das Überleben der tibetischen Kultur in Gefahr.

Wir sind zutiefst besorgt über die Versuche der chinesischen Behörden, die Erinnerung an die Ereignisse auf dem Platz des Himmlischen Friedens systematisch zu unterdrücken und die Geschichte im selben Maß zu ihren Gunsten umzuschreiben, wie sie auch ständig versuchen, die Geschichte Tibets zu verfälschen.

Wir denken heute auch an die Uiguren und andere muslimische Gruppen, die einem Völkermord und Masseninternierungslagern ausgesetzt sind. Veranwortet wird dies maßgeblich von Chen Quanguo, dem Funktionär der Kommunistischen Partei Chinas, der früher als Parteisekretär in der Autonomen Region Tibet diente. Überall in der Volksrepublik China werden heute Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt.

Darüber hinaus bringen wir heute auch unsere Unterstützung für die Menschen in Hongkong zum Ausdruck. Wie ihre Vorgänger auf dem Platz des Himmlischen Friedens setzen sie ihr Leben für die Sache der Freiheit aufs Spiel. Obwohl die Kommunistische Partei Chinas behauptet, dass die Demokratie nicht zur chinesischen Kultur passt, zeigen die Menschen in Hongkong, wie auch die in Taiwan, wie sehr das chinesische Volk, da wo es sich frei weiß vom Zugriff der KP, die globale Demokratie annehmen kann.

Wir sind heute auch solidarisch mit den Mongolen, die gegen eine neue zweisprachige Bildungspolitik Chinas in ihrem Heimatland protestieren, die die mongolische Sprache genauso gefährdet wie die tibetische Sprache, die einer ähnlichen Bedrohung ausgesetzt ist.

Schließlich bringen wir heute unsere Solidarität mit Menschen auf der ganzen Welt zum Ausdruck, von Indien bis Afrika, von Europa bis zu den Vereinigten Staaten, die ihre Rechte beschnitten sehen, weil China seine Unterdrückung überall durchsetzt. Ob es asiatische Länder sind, die zusehen, wie China die Kontrolle über ihr Land an sich reißt, oder amerikanische Beschäftigte, die ihren Job verlieren, weil sie Tibet unterstützen, Chinas Autoritarismus ist eine Bedrohung für die Freiheit weltweit.

Glücklicherweise beziehen Länder auf der ganzen Welt zunehmend Stellung gegen die Kommunistische Partei Chinas, wie zum Beispiel das Europäische Parlament, das kürzlich das umfassende Investitionsabkommen zwischen der EU und China eingefroren hat, oder die Vereinigten Staaten, die den Tibetan Policy and Support Act verabschiedet haben, der neben anderen Maßnahmen die Unterstützung der USA für die tibetische Demokratie im Exil erhöht.

Die mutigen Demonstranten auf dem Platz des Himmlischen Friedens riskierten alles für das Recht, frei und in Würde zu leben. Ihnen zu Ehren müssen wir weiterhin die Freiheit des chinesischen Volkes fördern – und die Freiheit vor der chinesischen Regierung schützen.

 

 

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