Pekings «Influencer»
fluten das Internet mit
inszenierten Geschichten

 

Quelle: ninadn21/twitter.com

Berlin, 17.01.2024. Tibetische Reiter jagen in vollem Galopp über eine Ebene, jeder von ihnen trägt dabei eine große chinesische Fahne. Die wenig subtile Botschaft der Inszenierung: Selbst die berühmten tibetischen Reiter bekennen sich zum chinesischen KP-Staat und tragen stolz dessen Embleme zur Schau. Diesen Eindruck zumindest sollen die Betrachter gewinnen.

Das Ganze ist Teil einer groß angelegten chinesischen Propaganda-Kampagne, die bereits seit Jahrzehnten läuft, wie ein neuer Bericht der International Campaign for Tibet belegt. Diese zielt auf die Auslöschung Tibets und die Verleumdung des Dalai Lama. Sie kombiniert dazu massive Propagandaausgaben, Einflussnahme auf soziale Medien, Grenzkontrollen und weitere Techniken.

„China’s external propaganda on Tibet: Erasing Tibet to ‘tell a good Chinese story'” beschreibt Chinas laufende Kampagne zur Umgestaltung der globalen Darstellung Tibets. Sie erscheint als Reaktion auf die heftige Kritik an Chinas Menschenrechtsverletzungen sowie auf die weltweite Unterstützung für den Dalai Lama und die tibetische Sache.

Tibet soll durch „Xizang“ ersetzt werden

Unter anderem unternehmen Pekings Propagandisten dafür den Versuch, den Namen Tibet auszulöschen und durch das chinesische Wort „Xizang“ zu ersetzen. Auf diese Weise soll suggeriert werden, dass Tibet – ein Nachbarland, das China seit mehr als 70 Jahren brutal besetzt hält – ein legitimer Teil Chinas sei.

Während das chinesische KP-Regime den freien Zugang nach Tibet für westliche Diplomaten und Journalisten seit Jahren blockiert, organisiert man gleichzeitig Propagandatouren durch Tibet für Journalisten und Diplomaten aus befreundeten Ländern des globalen Südens.

Peking rekrutiert zudem ausländische „Influencer“, die Chinas Propaganda in den sozialen Medien verbreiten und dabei versuchen, als neutrale Beobachter oder unabhängige „Journalisten“ zu erscheinen. Sie fluten das Internet mit inszenierten Inhalten, ganz im Sinne der Forderung von Chinas Machthaber Xi Jinping, „Chinas Geschichte gut zu erzählen”.

Tibets Grenzen werden dicht gemacht

In den vergangenen Jahren haben die chinesische Polizei und das Militär ein immer strengeres Grenzregime aufgebaut, was dazu geführt hat, die Zahl tibetischer Flüchtlinge stark zu reduzieren. Damit soll verhindert werden, dass die Welt aus dem Mund von persönlich betroffenen Augenzeugen die Wahrheit über Chinas Unterdrückungspolitik in Tibet erfährt.

Und nicht zuletzt versucht Peking, den Dalai Lama zu diskreditieren. Die chinesische Propaganda lässt keine Gelegenheit aus, den tibetischen Friedensnobelpreisträger zu diffamieren. Wie der ICT-Bericht zeigt, lassen sich diese Bemühungen bis ins Jahr 1994 zurückverfolgen.

 

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