DIE GESCHICHTE TIBETS

Tibet ist mit durchschnittlich 4.500 Metern das höchst gelegene Land der Erde

Tibet ist acht Mal größer als Deutschland und umschlossen von den gewaltigen Gipfeln des Himalajagebirges. Ganz Tibet, das im Wesentlichen das tibetische Hochplateau umfasst, ist 2,5 Mio km² groß und macht damit fast ein Viertel der Landfläche der heutigen Volksrepublik China aus.

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Ab ca. 50.000 v. Chr. beginnt die Besiedlung Tibets durch nomadisierende Völker mongolischen Ursprungs. Ab ca. 25.000 v. Chr. entstehen erste Ackerbaukulturen.

Um ca. 530 v. Chr. wird Siddhartha Gautama als Buddha – der Erleuchtete – bekannt. Über die folgenden Jahrhunderte entwickelte sich der Buddhismus zur wichtigsten Religion in Tibet und spielt auch heute im Leben der Tibeter sehr bedeutende Rolle.

Tibet hat eine bewegte Geschichte und stand immer wieder unter der Schutzmacht mongolischer Führer und der Mandschuren. Im Jahr 1578 erhält Sonam Gyatso vom Mongolen-Herrscher Atlan Khan als erster den Ehrentitel «Dalai Lama» (Ozean der Weisheit). Seine beiden Vorgänger werden posthum mit dem gleichen Titel bedacht, so dass er als 3. Dalai Lama in die Geschichte eingeht.

1617-1682: Der 5. Dalai Lama, ein großer Staatsmann und Gelehrter, baut den Potala Palast in Lhasa, der zum Wahrzeichen Tibets wird. Unter dem «Großen Fünften» wird Tibet zu einer «Hierarchokratie».

1876-1933: Der 13. Dalai Lama Thubten Gyatso gewinnt als reformorientierter Politiker großes Ansehen. Er führt Tibet ab 1912/13 wieder in die Unabhängigkeit, versäumt aber, diese international abzusichern. Tibet isoliert sich nach außen. Unter seiner Regierung wird die tibetische Flagge vollendet, die heute ein Symbol für die Freiheit Tibets ist.

Am 1. Oktober 1949 wird die Volksrepublik China ausgerufen. Im Laufe des selben Jahres marschiert die chinesische Volksbefreiungsarmee in Amdo (Nordost-Tibet) ein. Das tibetische Militär kann sich gegen die modernisierten Streitkräfte Chinas nicht entscheidend zur Wehr setzen.

Bis zum Einmarsch der chinesischen Armee 1949/50 gliederte sich Tibet in die drei Provinzen Ü-Tsang in Zentraltibet, Kham im Osten und Amdo im Nordosten. Dieses Gebiet wurde 1965 von der chinesischen Regierung aufgeteilt.

Die sogenannte (1) „Autonome Region Tibet“ ist das damalige Ü-Tsang; die Region Amdo wurde in die Provinzen (2) Qinghai und (3) Gansu eingegliedert; der Ostteil von Tibet, Kham, wurde in die Provinzen (4) Sichuan und (5) Yunnan eingegliedert.

Quelle: ICT

Am 17. November 1950, nach dem Beginn des Einmarschs chinesischer Truppen, übernimmt der Dalai Lama als 15-Jähriger die Regierungsgeschäfte. Zu dieser Zeit hat der Dalai Lama die geistliche sowie die weltliche Macht Tibets inne.

Bildquelle: OHHDL

Er verhandelt mit der chinesischen Führung in Peking, die von Machthaber Mao angeführt wird, und stimmt 1951 unter dem militärischem Druck Chinas ein 17-Punkte-Abkommen zu. In den folgenden Jahren entpuppte sich dieses Abkommen jedoch als Farce und die chinesische Führung in Peking ging immer repressiver gegen die Tibeter und ihre Kultur vor.

Bildquelle: Tibet images

Im Frühjahr 1959 kommt es zu einem Volksaufstand der Tibeter gegen die chinesische Fremdherrschaft, der blutig niedergeschlagen wird. Der 10. März gilt fortan als Jahrestag des tibetischen Volksaufstands. Tausende Tibeter kommen ums Leben und der Dalai Lama flieht nach Indien. Es folgen ihm seitdem Hunderttausende ins Exil.

Bildquelle: dalailama.com

Nach der Niederschlagung des tibetischen Volksaufstands im Jahr 1959 setzt Peking die «demokratischen Reformen» in ganz Tibet durch. Im Verlauf der Kulturrevolution der KP Chinas werden bis 1976 über 90% der Klöster, Tempel und Kulturdenkmäler zerstört.

Bildquelle: ICT

Die chinesische Regierung und die chinesischen Sicherheitsbehörden gehen bis heute systematisch und mit aller Härte gegen die Menschen in Tibet vor. Tibeter die friedlich ihre Stimme gegen die Repressionen der chinesischen Machthaber erheben, drohen Verhaftung, Folter und Tod.

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