GEMEINSCHAFT IM EXIL

Foto: Tenzin Lekphel

Die tibetische Gemeinschaft im Exil steht für kulturellen Erhalt und demokratischen Wandel

Eine besondere Verbindung aus politischer Organisation, sozialem Engagement und kultureller Kontinuität macht die tibetische Exilgemeinschaft zu einem außergewöhnlichen Beispiel für Zusammenhalt und Widerstandskraft. Trotz massiver Unterdrückung im Heimatland bleibt Tibet so als kulturelle und spirituelle Tradition im Exil lebendig.

Die internationale Gemeinschaft muss den friedlichen Einsatz des tibetischen Volkes für sein Recht auf Selbstbestimmung aktiv unterstützen. Das Bekenntnis zu ihrer Kultur und zur Demokratie muss gestärkt und die Tibeterinnen und Tibeter als wichtige Partner in einer zunehmend autokratischen Welt anerkannt werden!

Tibetflaggen in Dharamsala. Foto: Peter Brunnett

Die tibetische Exilgemeinschaft ist ein weltweit außergewöhnliches Beispiel dafür, wie eine Kultur und Identität über Generationen hinweg bewahrt und weiterentwickelt werden kann. Durch Schulen, Klöster, kulturelle Institutionen und die Gestaltung des täglichen Lebens gelingt es der Exilgemeinschaft, ihre Sprache, Religion, Kunst und Lebensweise lebendig zu halten. Im Exil haben die Tibeterinnen und Tibeter politische und soziale Institutionen aufgebaut, die es ermöglichen, Religion, Traditionen und Lebensweise nicht nur zu bewahren, sondern weiterzuentwickeln.

Während die chinesische Regierung die Rechte der Menschen in Tibet immer weiter einschränkt, steht die Exilgemeinschaft heute für eine lebendige demokratische Kultur und den Anspruch, politische Teilhabe auch angesichts widriger Umständen zu ermöglichen.

 

Demokratisierung im Exil

Schon kurz nach seiner Flucht aus Tibet im Jahr 1959 begann der Dalai Lama mit dem Aufbau erster Exilinstitutionen. 1960 zog die neu gegründete „Central Tibetan Administration“, wie die tibetische Exilregierung offiziell heißt, in das nordindische Dharamsala, wo auch das tibetische Exilparlament entstand. Damit begann ein umfassender Demokratisierungsprozess, der 2011 einen wichtigen Meilenstein erreichte, als der Dalai Lama all seine politischen Befugnisse an den demokratisch gewählten Sikyong übertrug.

Die Exilregierung ermöglicht den im Exil lebenden Tibeterinnen und Tibetern politische Mitbestimmung und gilt als wichtiges Symbol für den Wunsch nach Selbstbestimmung aller Tibeterinnen und Tibeter.

 

Eine Zukunft für Tibets Kinder

Die tibetischen Kinderdörfer in Indien (Tibetan Children’s Villages, TCV) bieten tausenden Kindern nicht nur Bildung und Betreuung, sondern auch ein stabiles soziales Umfeld. Nach der Flucht aus Tibet erkannte der Dalai Lama früh, dass die Zukunft Tibets entscheidend von der jüngeren Generation abhängt. Mit diesem Gedanken wurden die Kinderdörfer aufgebaut – als Orte, an denen Kinder Sicherheit finden, ihre kulturelle Identität bewahren können und gleichzeitig Zugang zu moderner Bildung erhalten. Hier wachsen sie in einer Gemeinschaft auf, die ihnen tibetische Werte, Sprache sowie Traditionen vermittelt und in der sie ihre Kultur frei und ohne Angst ausüben dürfen.

Während die chinesische Regierung in Tibet durch staatliche Zwangsinternate versucht, tibetische Kinder vollständig von ihrer Sprache, Kultur und Familie zu entfremden, bewahren die Tibetan Children’s Villages genau diese Verbindung. So geben sie der nächsten Generation die einzigartige Möglichkeit, ihre Wurzeln kennenzulernen und ihre kulturelle Identität lebendig zu halten.

Die tibetische Kultur und Traditionen werden auch im Exil weitergegeben. Foto: Tenzin Lekphel

Penpa Tsering ist seit 2021 der demokratisch gewählte Präsident (Sikyong) der tibetischen Exilregierung. Foto: ICT

In den tibetischen Kinderdörfern lernen die Kinder ihre tibetische Sprache und Kultur. Foto: ICT

Die tibetische Exilgemeinschaft ist ein weltweit außergewöhnliches Beispiel dafür, wie eine Kultur und Identität über Generationen hinweg bewahrt und weiterentwickelt werden kann. Durch Schulen, Klöster, kulturelle Institutionen und die Gestaltung des täglichen Lebens gelingt es der Exilgemeinschaft, ihre Sprache, Religion, Kunst und Lebensweise lebendig zu halten. Im Exil haben die Tibeterinnen und Tibeter politische und soziale Institutionen aufgebaut, die es ermöglichen, Religion, Traditionen und Lebensweise nicht nur zu bewahren, sondern weiterzuentwickeln.

Die tibetische Kultur und Traditionen werden auch im Exil weitergegeben. Foto: Tenzin Lekphel

Während die chinesische Regierung die Rechte der Menschen in Tibet immer weiter einschränkt, steht die Exilgemeinschaft heute für eine lebendige demokratische Kultur und den Anspruch, politische Teilhabe auch angesichts widriger Umständen zu ermöglichen.

 

Demokratisierung im Exil

Schon kurz nach seiner Flucht aus Tibet im Jahr 1959 begann der Dalai Lama mit dem Aufbau erster Exilinstitutionen. 1960 zog die neu gegründete „Central Tibetan Administration“, wie die tibetische Exilregierung offiziell heißt, in das nordindische Dharamsala, wo auch das tibetische Exilparlament entstand. Damit begann ein umfassender Demokratisierungsprozess, der 2011 einen wichtigen Meilenstein erreichte, als der Dalai Lama all seine politischen Befugnisse an den demokratisch gewählten Sikyong übertrug.

Penpa Tsering ist seit 2021 der demokratisch gewählte Präsident (Sikyong) der tibetischen Exilregierung. Foto: ICT

Die Exilregierung ermöglicht den im Exil lebenden Tibeterinnen und Tibetern politische Mitbestimmung und gilt als wichtiges Symbol für den Wunsch nach Selbstbestimmung aller Tibeterinnen und Tibeter.

 

Eine Zukunft für Tibets Kinder

Die tibetischen Kinderdörfer in Indien (Tibetan Children’s Villages, TCV) bieten tausenden Kindern nicht nur Bildung und Betreuung, sondern auch ein stabiles soziales Umfeld. Nach der Flucht aus Tibet erkannte der Dalai Lama früh, dass die Zukunft Tibets entscheidend von der jüngeren Generation abhängt. Mit diesem Gedanken wurden die Kinderdörfer aufgebaut – als Orte, an denen Kinder Sicherheit finden, ihre kulturelle Identität bewahren können und gleichzeitig Zugang zu moderner Bildung erhalten. Hier wachsen sie in einer Gemeinschaft auf, die ihnen tibetische Werte, Sprache sowie Traditionen vermittelt und in der sie ihre Kultur frei und ohne Angst ausüben dürfen.

In den tibetischen Kinderdörfern lernen die Kinder ihre tibetische Sprache und Kultur. Foto: ICT

Während die chinesische Regierung in Tibet durch staatliche Zwangsinternate versucht, tibetische Kinder vollständig von ihrer Sprache, Kultur und Familie zu entfremden, bewahren die Tibetan Children’s Villages genau diese Verbindung. So geben sie der nächsten Generation die einzigartige Möglichkeit, ihre Wurzeln kennenzulernen und ihre kulturelle Identität lebendig zu halten.

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Das Fortbestehen unserer Kultur liegt nun in unseren Händen. Lasst uns nicht die Generation sein, die diese traditionelle Verbindung bricht. Lasst uns die Generation sein, die sie stärkt.

 

Tsering Yangkey, Tibet-Repräsentantin in London

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