DALAI LAMA
Foto: Jurjen Donkers
Der Dalai Lama gilt weltweit als eine der wichtigsten Stimmen für Gewaltlosigkeit und Mitgefühl
Der Dalai Lama ist das geistliche Oberhaupt des tibetischen Buddhismus. Der gegenwärtige 14. Dalai Lama ist Tenzin Gyatso, dem es während seines langen Lebens gelungen ist, die tibetisch-buddhistische Kultur mit der Welt zu teilen. Mit seinen Lehren von Mitgefühl und Frieden inspiriert er bis heute zahlreiche Menschen weltweit.
Der Dalai Lama setzt sich für eine friedliche Lösung des Tibet-Konflikts ein. Seine Botschaft von Frieden, Gerechtigkeit und Mitgefühl für sein Volk und die Welt inspiriert unzählige Menschen. Es ist an uns, diese Mission zu unterstützen und die friedliche Vision des Dalai Lama in die Zukunft zu tragen!
Der Potala-Palast war von 1642 bis 1959 offizielle Residenz und Regierungssitz der Dalai Lamas. Foto: CC0
Der Dalai Lama ist das geistliche Oberhaupt des tibetischen Buddhismus. Der Titel Dalai Lama wird im Deutschen häufig mit „ozeangleicher Lehrer“ übersetzt. Der gegenwärtige 14. Dalai Lama ist Tenzin Gyatso.
Ein Leben für Tibet
Der 14. Dalai Lama wurde am 6. Juli 1935 im Dorf Taktser im Nordosten Tibets geboren. Sein Geburtsname lautet Lhamo Thondup und bedeutet übersetzt „wunscherfüllende Gottheit“. Bereits im Alter von zwei Jahren erkennt ein von der tibetischen Regierung entsandter Suchtrupp in ihm die Wiedergeburt des 13. Dalai Lama. 1940 wird er als geistliches Oberhaupt des tibetischen Buddhismus inthronisiert und erhält den Namen Jamphel Ngawang Lobsang Yeshe Tenzin Gyatso.
Nach dem Einmarsch chinesischer Truppen in Tibet übernimmt der Dalai Lama am 17. November 1950 im Alter von nur 15 Jahren auch die politische Führung Tibets. Im Frühjahr 1959 wird der tibetische Volksaufstand gegen die chinesische Besatzung blutig niedergeschlagen. Tausende Tibeterinnen und Tibeter kommen dabei ums Leben, der Dalai Lama flieht nach Indien. Ihm folgten seither hunderttausende Menschen ins Exil.
Demokratisierungsprozess im Exil
Nach seiner Flucht nach Indien zieht der Dalai Lama 1960 mit rund 80 Beamten der neu gegründeten „Central Tibetan Administration“ ins nordindische Dharamsala. Dort leitet er umgehend den Aufbau demokratischer Institutionen ein, gründet neue Ministerien und schafft die Grundlagen für eine demokratisch legitimierte tibetische Exilverwaltung.
Mit diesem Schritt beginnt ein umfassender Demokratisierungsprozess, der im März 2011 einen historischen Höhepunkt erreicht: Der Dalai Lama legt alle politischen Ämter nieder und übergibt seine politischen Befugnisse vollständig an die demokratisch gewählten Vertreter der tibetischen Exilverwaltung. Damit unterstreicht er seine Überzeugung, dass die Zukunft Tibets auf demokratischer Legitimation beruhen müsse.
Zugleich bekräftigte er seine Politik des Mittleren Weges, die sich für eine friedliche Lösung des Tibet-Konflikts einsetzt. Statt der Forderung nach Unabhängigkeit strebt sie eine echte Autonomie Tibets innerhalb der Volksrepublik China an, um die kulturelle, religiöse und sprachliche Identität des tibetischen Volkes dauerhaft zu bewahren.
Ein Botschafter des Friedens
1989 erhält der 14. Dalai Lama in Oslo den Friedensnobelpreis, weil er sich „in seinem Kampf zur Befreiung Tibets konsequent der Anwendung von Gewalt widersetzt hat.“ Diese Auszeichnung trägt wesentlich dazu bei, das internationale Bewusstsein für den Tibet-Konflikt zu stärken.
Durch zahlreiche Reisen und öffentliche Vorträge gewinnt der Dalai Lama insbesondere in den westlichen Ländern eine breites Publikum und inspiriert weltweit unzählige Menschen.
Trotz der großen internationalen Anerkennung, die er im Laufe seines Lebens erlangt hat, wurde ihm bis heute nie gestattet, in seine Heimat Tibet zurückzukehren.
Der Dalai Lama ist das geistliche Oberhaupt des tibetischen Buddhismus. Foto: Tenzin Choejor/OHHDL
Der Dalai Lama im Alter von vier Jahren. Foto: dalailama.com
Im März 2011 verkündet der Dalai Lama den Rücktritt von seinen politischen Ämtern. Foto: Tenzin Choejor/OHHDL
1989 erhält der Dalai Lama den Friedensnobelpreis. Foto: Jan Andersson
Der Dalai Lama ist das geistliche Oberhaupt des tibetischen Buddhismus. Der Titel Dalai Lama wird im Deutschen häufig mit „ozeangleicher Lehrer“ übersetzt. Der gegenwärtige 14. Dalai Lama ist Tenzin Gyatso.
Der Dalai Lama ist das geistliche Oberhaupt des tibetischen Buddhismus. Foto: Tenzin Choejor/OHHDL
Ein Leben für Tibet
Der 14. Dalai Lama wurde am 6. Juli 1935 im Dorf Taktser im Nordosten Tibets geboren. Sein Geburtsname lautet Lhamo Thondup und bedeutet übersetzt „wunscherfüllende Gottheit“. Bereits im Alter von zwei Jahren erkennt ein von der tibetischen Regierung entsandter Suchtrupp in ihm die Wiedergeburt des 13. Dalai Lama. 1940 wird er als geistliches Oberhaupt des tibetischen Buddhismus inthronisiert und erhält den Namen Jamphel Ngawang Lobsang Yeshe Tenzin Gyatso.
Der Dalai Lama im Alter von vier Jahren. Foto: dalailama.com
Nach dem Einmarsch chinesischer Truppen in Tibet übernimmt der Dalai Lama am 17. November 1950 im Alter von nur 15 Jahren auch die politische Führung Tibets. Im Frühjahr 1959 wird der tibetische Volksaufstand gegen die chinesische Besatzung blutig niedergeschlagen. Tausende Tibeterinnen und Tibeter kommen dabei ums Leben, der Dalai Lama flieht nach Indien. Ihm folgten seither hunderttausende Menschen ins Exil.
Demokratisierungsprozess im Exil
Nach seiner Flucht nach Indien zieht der Dalai Lama 1960 mit rund 80 Beamten der neu gegründeten „Central Tibetan Administration“ ins nordindische Dharamsala. Dort leitet er umgehend den Aufbau demokratischer Institutionen ein, gründet neue Ministerien und schafft die Grundlagen für eine demokratisch legitimierte tibetische Exilverwaltung.
Im März 2011 verkündet der Dalai Lama den Rücktritt von seinen politischen Ämtern. Foto: Tenzin Choejor/OHHDL
Mit diesem Schritt beginnt ein umfassender Demokratisierungsprozess, der im März 2011 einen historischen Höhepunkt erreicht: Der Dalai Lama legt alle politischen Ämter nieder und übergibt seine politischen Befugnisse vollständig an die demokratisch gewählten Vertreter der tibetischen Exilverwaltung. Damit unterstreicht er seine Überzeugung, dass die Zukunft Tibets auf demokratischer Legitimation beruhen müsse.
Zugleich bekräftigte er seine Politik des Mittleren Weges, die sich für eine friedliche Lösung des Tibet-Konflikts einsetzt. Statt der Forderung nach Unabhängigkeit strebt sie eine echte Autonomie Tibets innerhalb der Volksrepublik China an, um die kulturelle, religiöse und sprachliche Identität des tibetischen Volkes dauerhaft zu bewahren.
1989 erhält der Dalai Lama den Friedensnobelpreis. Foto: Jan Andersson
Ein Botschafter des Friedens
1989 erhält der 14. Dalai Lama in Oslo den Friedensnobelpreis, weil er sich „in seinem Kampf zur Befreiung Tibets konsequent der Anwendung von Gewalt widersetzt hat.“ Diese Auszeichnung trägt wesentlich dazu bei, das internationale Bewusstsein für den Tibet-Konflikt zu stärken.
Durch zahlreiche Reisen und öffentliche Vorträge gewinnt der Dalai Lama insbesondere in den westlichen Ländern eine breites Publikum und inspiriert weltweit unzählige Menschen.
Trotz der großen internationalen Anerkennung, die er im Laufe seines Lebens erlangt hat, wurde ihm bis heute nie gestattet, in seine Heimat Tibet zurückzukehren.
Als buddhistischer Mönch war es seine Pflicht, keinem Lebewesen Schaden zuzufügen, sondern stattdessen allen Lebewesen Mitgefühl entgegenzubringen.
Egil Aarvik, Nobelpreis-Laudatio, 11. Dezember 1989
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