AUSBEUTUNG VON RESSOURCEN
Foto: China Focus
Tibets Ressourcen werden von den chinesischen Machthabern rücksichtslos ausgebeutet
Unter chinesischer Herrschaft werden in Tibet empfindliche Natur- und Lebensräume zerstört und grundlegende Rechte der tibetischen Bevölkerung missachtet. Immer wieder sind davon auch Kulturstätten und Dörfer betroffen, wobei Mönche, Nonnen und die tibetische Bevölkerung vertrieben werden.
Die tibetische Bevölkerung lebt seit Jahrhunderten in enger Verbundenheit mit ihrer natürlichen Umwelt, sie sind die traditionellen Beschützer dieses sensiblen Ökosystems. Gemeinsam müssen wir unsere Stimme gegen das Unrecht und die rücksichtslose Ausbeutung der einzigartigen tibetischen Natur durch die chinesische Regierung erheben!
Das Kloster Yena soll nach Plänen der chinesischen Regierung für den Bau des Gangtuo-Staudamms überflutet werden. Foto: anonym
Die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen Tibets ist ein zentraler Bestandteil für das wirtschaftliche Wachstum der Volksrepublik China. Tibets Bodenschätze, Energieressourcen und insbesondere die Wasserreserven der Region sind von enormem strategischem Wert für den Ausbau staatlicher Infrastruktur und Machtbasis der Kommunistischen Partei Chinas. Die Ausbeutung dieser Ressourcen ist Ausdruck einer Politik, die Tibet dauerhaft in Abhängigkeit von Peking hält.
Chinas folgenreiche Energieprojekte im tibetischen Hochland
Immer stärker beutet Peking das enorme Energiepotenzial Tibets für seine eigenen wirtschaftlichen Interessen aus. Chinesische Propagandamedien verkünden regelmäßig neue Rekordzahlen bei der Stromerzeugung und präsentieren den Ausbau der Energieinfrastruktur als Erfolg. Was dabei unerwähnt bleibt: Die tibetische Bevölkerung profitiert von dieser Entwicklung kaum.
Im Gegenteil: Der Bau von hunderten Staudämmen und Wasserkraftwerken zerstört unwiederbringlich tibetische Dörfer, Wohnhäuser und kulturell bedeutende Stätten. Schätzungen zufolge droht bis zu 1,2 Millionen Tibetern die Vertreibung aus ihrer Heimat. Gleichzeitig werden die erheblichen Risiken des Staudammbaus in einer der erdbebenreichsten Regionen der Welt weitgehend ignoriert. Experten warnen seit Jahren vor den verheerenden Folgen für Mensch und Natur, sollte ein schweres Erdbeben die Anlagen beschädigen.
Rohstoffabbau und Umweltzerstörung in Tibet
Die Machthaber in Peking treiben den Bergbau in Tibet häufig besonders rücksichtslos voran und greifen dabei massiv in die Umwelt ein. Der wachsende Rohstoffbedarf Chinas nach Gold, Lithium und anderen Bodenschätzen führt in Tibet zu Eingriffen, die oft mit Umweltzerstörung und Raubbau verbunden sind.
Die betroffene lokale Bevölkerung wird in diese Prozesse kaum einbezogen, ihre Stimmen finden kein Gehör. Obwohl der Bergbau in Tibet in der Regel kapitalintensiv ist, schafft er nur wenige nachhaltige Arbeitsplätze für die Menschen vor Ort. Gleichzeitig verlieren viele Bewohnerinnen und Bewohner aber ihr Land und damit auch ihre wirtschaftliche und soziale Lebensgrundlage.
Besonders deutlich werden die Folgen bei der Lithiumgewinnung aus Salzseen, die mit einem hohen Wasserverbrauch einhergeht und die ohnehin sensiblen Ökosysteme der Region zusätzlich belastet. Diese Eingriffe wirken sich langfristig auf die Umweltstabilität des gesamten tibetischen Hochlands aus.
Industrielle Fleischproduktion unter chinesischer Kontrolle
China treibt den Ausbau industrieller Fleischproduktion in Tibet massiv voran und nutzt die Region als Standort für großflächige landwirtschaftliche Strukturen. Diese Entwicklung ist Teil einer umfassenderen wirtschaftlichen Strategie, in der traditionelle tibetische Lebensweisen und lokale Strukturen zunehmend in den Hintergrund gedrängt werden.
Für viele Tibeterinnen und Tibeter, deren kulturelles und religiöses Verständnis von einem respektvollen Umgang mit Tieren geprägt ist, stellt diese Entwicklung einen tiefen kulturellen Einschnitt dar. Dass Tiere als reine Produktionsressource betrachtet werden, ist für die Menschen in Tibet oft nur schwer zu ertragen.
Übersicht über Pekings bedrohliche Staudammprojekte. Grafik: ICT
Tibeter im Kreis Derge in der Provinz Sichuan protestieren gegen den Bau des Khamtok-Wasserkraftwerks (Gangtuo) durch die chinesische Regierung. Foto: RFA via citizen journalist
Bagger beim Goldabbau auf traditionellem Weideland im Landkreis Sershul. Foto: Tibet Policy Institute
Die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen Tibets ist ein zentraler Bestandteil für das wirtschaftliche Wachstum der Volksrepublik China. Tibets Bodenschätze, Energieressourcen und insbesondere die Wasserreserven der Region sind von enormem strategischem Wert für den Ausbau staatlicher Infrastruktur und Machtbasis der Kommunistischen Partei Chinas. Die Ausbeutung dieser Ressourcen ist Ausdruck einer Politik, die Tibet dauerhaft in Abhängigkeit von Peking hält.
Übersicht über Pekings bedrohliche Staudammprojekte. Grafik: ICT
Chinas folgenreiche Energieprojekte im tibetischen Hochland
Immer stärker beutet Peking das enorme Energiepotenzial Tibets für seine eigenen wirtschaftlichen Interessen aus. Chinesische Propagandamedien verkünden regelmäßig neue Rekordzahlen bei der Stromerzeugung und präsentieren den Ausbau der Energieinfrastruktur als Erfolg. Was dabei unerwähnt bleibt: Die tibetische Bevölkerung profitiert von dieser Entwicklung kaum.
Im Gegenteil: Der Bau von hunderten Staudämmen und Wasserkraftwerken zerstört unwiederbringlich tibetische Dörfer, Wohnhäuser und kulturell bedeutende Stätten. Schätzungen zufolge droht bis zu 1,2 Millionen Tibetern die Vertreibung aus ihrer Heimat. Gleichzeitig werden die erheblichen Risiken des Staudammbaus in einer der erdbebenreichsten Regionen der Welt weitgehend ignoriert. Experten warnen seit Jahren vor den verheerenden Folgen für Mensch und Natur, sollte ein schweres Erdbeben die Anlagen beschädigen.
Tibeter im Kreis Derge in der Provinz Sichuan protestieren gegen den Bau des Khamtok-Wasserkraftwerks (Gangtuo) durch die chinesische Regierung. Foto: RFA via citizen journalist
Rohstoffabbau und Umweltzerstörung in Tibet
Die Machthaber in Peking treiben den Bergbau in Tibet häufig besonders rücksichtslos voran und greifen dabei massiv in die Umwelt ein. Der wachsende Rohstoffbedarf Chinas nach Gold, Lithium und anderen Bodenschätzen führt in Tibet zu Eingriffen, die oft mit Umweltzerstörung und Raubbau verbunden sind.
Bagger beim Goldabbau auf traditionellem Weideland im Landkreis Sershul. Foto: Tibet Policy Institute
Die betroffene lokale Bevölkerung wird in diese Prozesse kaum einbezogen, ihre Stimmen finden kein Gehör. Obwohl der Bergbau in Tibet in der Regel kapitalintensiv ist, schafft er nur wenige nachhaltige Arbeitsplätze für die Menschen vor Ort. Gleichzeitig verlieren viele Bewohnerinnen und Bewohner aber ihr Land und damit auch ihre wirtschaftliche und soziale Lebensgrundlage.
Besonders deutlich werden die Folgen bei der Lithiumgewinnung aus Salzseen, die mit einem hohen Wasserverbrauch einhergeht und die ohnehin sensiblen Ökosysteme der Region zusätzlich belastet. Diese Eingriffe wirken sich langfristig auf die Umweltstabilität des gesamten tibetischen Hochlands aus.
Industrielle Fleischproduktion unter chinesischer Kontrolle
China treibt den Ausbau industrieller Fleischproduktion in Tibet massiv voran und nutzt die Region als Standort für großflächige landwirtschaftliche Strukturen. Diese Entwicklung ist Teil einer umfassenderen wirtschaftlichen Strategie, in der traditionelle tibetische Lebensweisen und lokale Strukturen zunehmend in den Hintergrund gedrängt werden.
Für viele Tibeterinnen und Tibeter, deren kulturelles und religiöses Verständnis von einem respektvollen Umgang mit Tieren geprägt ist, stellt diese Entwicklung einen tiefen kulturellen Einschnitt dar. Dass Tiere als reine Produktionsressource betrachtet werden, ist für die Menschen in Tibet oft nur schwer zu ertragen.
Früher waren wir Bauern, und jetzt haben wir kein Land mehr. […] Wir können nicht in eine Stadtsiedlung ziehen, weil wir keine Ausbildung haben und dort keine Möglichkeit hätten, unseren Lebensunterhalt zu verdienen.
Li Zhaolong, durch den Lianghekou-Staudamm vertriebener Anwohner
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