Pressemitteilung:

„China muss Lebenszeichen des Panchen Lama geben!“ / Experte für Gesichtsalterung erstellt Phantombild – so könnte er heute aussehen / „Entführter Panchen Lama muss sich frei bewegen können“
Berlin, 17.09.2015. Die International Campaign for Tibet (ICT) verlangt von der chinesischen Führung ein Lebenszeichen des vor mehr als 20 Jahren „verschwundenen“ Panchen Lama Gendun Choekyi Nyima. Ein chinesischer Funktionär hatte kürzlich in Lhasa erklärt, der im Mai 1995 von den chinesischen Behörden mitsamt seiner Familie entführte Gendun Choekyi Nyima führe ein „normales Leben“ (http://www.ucanews.com/news/china-says-panchen-lama-is-living-a-normal-life/74223). Auf einer Pressekonferenz sagte Norbu Dunzhub von der auch für Tibet zuständigen „Einheitsfront“-Abteilung am 7. September weiter, der heute 26-jährige wolle „nicht gestört“ werden (http://news.xinhuanet.com/english/video/2015-09/07/c_134598280.htm). Der Funktionär äußerte sich anlässlich der Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Schaffung der sogenannten „Autonomen Region Tibet“ (TAR). Der Dalai Lama forderte unterdessen am 14. September auf einer Pressekonferenz in Oxford weitere Aufklärung im Fall des Panchen Lama. Solange es keine Belege dafür gebe, dass Gendun Choekyi Nyima tatsächlich am Leben sei, wolle er die Lage nicht kommentieren, zitierte Reuters den Dalai Lama (http://uk.reuters.com/article/2015/09/14/uk-china-britain-dalailama-idUKKCN0RE1MZ20150914?irpc=932).
Chinesische Offizielle nehmen nur selten öffentlich Stellung zum Fall von Gendun Choekyi Nyima, der als eines der weltweit bekanntesten Beispiele der schweren Menschenrechtsverletzung des „Verschwindenlassens“ gilt. Die chinesischen Behörden hatten ihn im Jahre 1995 entführen lassen, nachdem er vom Dalai Lama als 11. Inkarnation des Panchen Lama anerkannt worden war. Nur wenige Monate später präsentierten sie in Gestalt von Gyaltsen (chin.: Gyalcain) Norbu der Öffentlichkeit einen ihnen genehmen Panchen Lama. Gendun Choekyi Nyima hingegen wird seither offenbar an einem unbekannten Ort festgehalten. Immer wieder gab es vergebliche Versuche der internationalen Gemeinschaft, von Peking Aufklärung über sein Wohlergehen und seinen Aufenthaltsort zu erlangen.
ICT nimmt die offizielle Erwähnung Gendun Choekyi Nyimas zum Anlass, von der chinesischen Führung ein klares und eindeutiges Lebenszeichen des Panchen Lama zu fordern. Der Panchen Lama müsse sich überdies frei bewegen können. Kai Müller, Geschäftsführer der ICT: „Mehr als zwanzig Jahre nach seiner Entführung sollte die Führung in Peking Gendun Choekyi Nyima endlich gestatten, Kontakt mit der Außenwelt aufzunehmen und sich frei zu bewegen. Es ist grotesk, wenn chinesische Funktionäre angesichts seiner Lage davon sprechen, er führte ein ‚normales Leben‘. Nichts könnte weiter von der Realität entfernt sein“, so ICT-Geschäftsführer Müller weiter.

Die International Campaign for Tibet hat Dirk Scheerle, einen anerkannten Spezialisten für Gesichtsalterung, gebeten, ein Phantombild von Gendun Choekyi Nyima anzufertigen, das zeigt, wie der 11. Panchen Lama heute aussehen könnte. Das Ergebnis der Arbeit von Dirk Scheerle können Sie oben oder hier ansehen.
Pressekontakt:
Kai Müller
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International Campaign for Tibet Deutschland e.V.
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Die International Campaign for Tibet (ICT) setzt sich als weltweit größte Tibet-Organisation seit mehr als 20 Jahren für die Wahrung der Menschenrechte und das Selbstbestimmungsrecht des tibetischen Volkes ein. ICT unterhält Büros in Washington, D.C., Amsterdam, Brüssel und Berlin sowie ein Rechercheteam in Dharamsala, Indien.

Berlin, 16. März 2011. Der 21 Jahre alte tibetische Mönch Phuntsog aus dem Kloster Kirti in Ngaba (chin.: Aba) in der chinesischen Provinz Sichuan hat sich heute Morgen öffentlich angezündet und ist anschließend seinen Verletzungen erlegen. Augenzeugen in Kontakt mit tibetischen Exil-Quellen zufolge soll die Polizei die Flammen gelöscht und auf Phuntsog eingeschlagen haben. Kurz danach sei der Mönch gestorben. Die Selbstverbrennung Phuntsogs fiel zusammen mit dem dritten Jahrestag der blutigen Niederschlagung des friedlichen Protests im Kloster Kirti im Jahre 2008. Dabei waren mindestens zehn Tibeter von chinesischen Sicherheitskräften erschossen worden.

Der Tod Phuntsogs führte anschließend zu einer großen Demonstration, an der sich mehrere Hundert Mönche und weitere Tibeter beteiligten, wie dieselben Quellen berichten. Diesen Protestzug habe die Polizei gewaltsam gestoppt und dabei eine unbekannte Anzahl von Mönchen verhaftet sowie protestierende Tibeter geschlagen. Der Leichnam Phuntsogs wurde unterdessen ins Kloster Kirti zurückgebracht. Wie ein tibetischer Mönch im nordindischen Dharamsala sagte, seien die Mönche in Kirti „eher bereit zu sterben, als Phuntsogs Leiche den chinesischen Behörden zu übergeben“. Inzwischen soll das Kloster von chinesischem Militär umstellt sein, offenbar seien auch einige Telefonverbindungen unterbrochen worden.

Die Selbstverbrennung Phuntsogs ist bereits die zweite im Kloster Kirti seit dem Frühjahr 2008. Im Februar 2009 hatte sich der Mönch Tapey ebenfalls in Brand gesetzt, nachdem eine Gebetszeremonie innerhalb des Klosters von den chinesischen Behörden untersagt worden war. Tapey überlebte, wurde allerdings anschließend inhaftiert. Wo er derzeit festgehalten wird, ist unbekannt. Nach Einschätzung der International Campaign for Tibet (ICT) ist der aktuelle Vorfall in hohem Maße erschütternd. Phuntsogs Selbstverbrennung zeige auf drastische Art die Verzweiflung der Tibeter über die kompromisslose Linie Pekings in ihrer Heimat.

Kontakt:

Kai Müller
Geschäftsführer / Executive Director
International Campaign for Tibet Deutschland e.V.
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10435 Berlin
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