International Campaign for Tibet
 

Pressemitteilung: Tibet: Schüler protestieren gegen Verdrängung tibetischer Sprache im Unterricht

Berlin, 20. Oktober 2010. Tibetische Schüler in der chinesischen Provinz Qinghai haben öffentlich gegen die Verdrängung der tibetischen Sprache im Schulunterricht protestiert. An dem friedlichen Protest in der Stadt Rebkong (chin.: Tongren) haben sich Berichten zufolge mehr als 1.000 Schüler beteiligt, manche Quellen sprechen sogar von bis zu 7.000 Schülern, die am Dienstag (19. Oktober 2010) mit Sprechchören durch die Straßen der Stadt zogen. Anlass für den ungewöhnlich offenen Protest war offenbar die Sorge darüber, dass tibetischsprachige Schulbücher durch chinesischsprachige ersetzt würden. Gegenüber der Nachrichtenagentur AP erklärte ein Lehrer einer betroffenen Schule, der ungenannt bleiben wollte, dass die Sicherheitsbehörden nicht gegen die Demonstration vorgegangen seien (AP vom 20. Oktober 2010: Artikel in der Washington Post). Eine Videoaufnahme von der Demonstration ist auf Youtube hier zu sehen (Radio Free Asia).

Die International Campaign for Tibet Deutschland verweist aus Anlass der Proteste in Rebkong auf die andauernde Marginalisierung der tibetischen Kultur, die sich insbesondere im Bildungswesen manifestiert. Die Organisation ist ferner besorgt über die Sicherheit der Schüler, die nach dem Protest Ziel von Verfolgung seitens der Behörden werden könnten.


Kontakt:

Kai Müller
Geschäftsführer / Executive Director
International Campaign for Tibet Deutschland e.V.
Schönhauser Allee 163
10435 Berlin
Tel.: +49 (0) 30 27879086
Fax: +49 (0) 30 27879087
E-Mail: presse(at)savetibet.de

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