International Campaign for Tibet
 

Tibet: China muss das Verbot religiöser Betätigung von Schülern aufheben / International Campaign for Tibet: „Gravierende Verletzung internationalen Rechts!“

Berlin, 25. Juli 2018. Die International Campaign for Tibet (ICT) fordert die sofortige Aufhebung des Verbots der religiösen Betätigung von Schülern, das Berichten chinesischer Staatsmedien zufolge in der „Autonomen Region Tibet“ (TAR) verhängt wurde. Schülern und ihren Eltern sei mitgeteilt worden sei, dass sie sich während der Sommerferien nicht an religiösen Aktivitäten beteiligen dürften, hieß es dazu in einer Meldung der englischsprachigen „Global Times“ - einem Propagandasprachrohr der Kommunistischen Partei. Die Zeitung zitiert den Lehrer einer Schule in Lhasa mit den Worten, die Behörden hätten „die Schüler eine Verpflichtungserklärung unterschreiben lassen, sich während der Sommerferien jeglicher Form der religiösen Aktivität zu enthalten“. Der Bericht ließ offen, in welcher Form Verstöße gegen diese Verpflichtung geahndet werden sollten.

Nach Einschätzung der International Campaign for Tibet stellt das Verbot sowohl eine gravierende Verletzung internationalen wie auch chinesischen Rechts dar und muss umgehend aufgehoben werden. „Das Verbot religiöser Betätigung durch die chinesischen Behörden greift nicht nur den Kernbereich des Menschenrechts auf freie Religionsausübung ein, es stellt auch eine Verletzung der Kinderrechtskonvention dar, die China im Jahr 1992 ratifiziert hat“, so ICT-Geschäftsführer Kai Müller. Die chinesischen Behörden müssten unverzüglich ihre Unterdrückung des tibetischen Buddhismus beenden und das Recht der tibetischen Kinder auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit respektieren, so Müller weiter.

ICT hatte vor kurzem berichtet, dass in Tibet junge Mönche gezwungen wurden, ihre Klöster zu verlassen und stattdessen staatliche Schulen zu besuchen. Dies sei der Versuch, die traditionelle Erziehung in den Klöstern durch staatliche Indoktrination zu ersetzen, so ICT.

 

Pressekontakt:

Kai Müller
Geschäftsführer
Tel.: +49 (0) 30 27 87 90 86
E-Mail: presse(at)savetibet.de
Twitter: @savetibet

International Campaign for Tibet Deutschland e.V.
Schönhauser Allee 163
D-10435 Berlin
www.savetibet.de

Die International Campaign for Tibet (ICT) setzt sich als weltweit größte Tibet-Organisation seit 30 Jahren für die Wahrung der Menschenrechte und das Selbstbestimmungsrecht des tibetischen Volkes ein. ICT unterhält Büros in Washington, D.C., Amsterdam, Brüssel und Berlin sowie ein Rechercheteam in Dharamsala, Indien.

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