UN-Experten in Sorge
über Einmischung Pekings
in Dalai Lama-Nachfolge

 

Foto: Tenzin Choejor/OHHDL

Die International Campaign for Tibet (ICT) begrüßt das am 13. September veröffentlichte formelle Schreiben („Communication“) von fünf Sonderberichterstattern und Arbeitsgruppen der Vereinten Nationen an die chinesische Regierung. Darin wird Pekings Einmischung in die Nachfolge des Dalai Lama sowie die Entführung des 11. Panchen Lama von Tibet, Gedhun Choekyi Nyima (auch Gendun Choekyi Nyima), thematisiert. Während sich UN-Experten schon zuvor über das Verschwinden des Panchen Lama und die chinesische Religionsgesetzgebung besorgt gezeigt hatten, ist die Befassung mit der Nachfolge des Dalai Lama – auch in ihrer Deutlichkeit – bis dato beispiellos.

In ihrer Mitteilung äußern die UN-Experten „ernste Besorgnis über die mutmaßliche Einmischung der chinesischen Regierung in den Nachfolgeprozess des 14. Dalai Lama“. Sie zeigen sich besorgt darüber, dass die staatliche Regulierung der Reinkarnation „tibetischer lebender Buddhas“, insbesondere durch die Einschränkung der Legitimität von Reinkarnationen außerhalb der Volksrepublik China, die religiösen Traditionen und Praktiken der tibetisch-buddhistischen Gemeinschaft diskriminierend beeinträchtigen könnte.

Sorge um Tibets 11. Panchen Lama

Bezüglich des im Jahr 1995 von den chinesischen Sicherheitsbehörden verschleppten Panchen Lama, Gedhun Choekyi Nyima, erklären die Sonderberichterstatter, sie seien „nach wie vor zutiefst besorgt über das mutmaßlich erzwungene Verschwinden des damals sechsjährigen Gedhun Choekyi Nyima und seiner Familie“.

ICT-Präsidentin Tencho Gyatso erklärte: „Wir würdigen die konsequente und prinzipiengeleitete Haltung der fünf UN-Sonderberichterstatter. Zugleich rufen wir die internationale Gemeinschaft dazu auf, die Erklärung des Dalai Lama vom 2. Juli öffentlich zu unterstützen und das grundlegende Recht der tibetischen Buddhisten zu bekräftigen, ihre religiösen Oberhäupter frei von staatlicher Einmischung – insbesondere durch die chinesische Regierung – selbst zu bestimmen. Auch wenn erste Staaten begonnen haben, sich mit dieser Problematik auseinanderzusetzen, ist es dringend erforderlich, dass sich weitere Akteure klar positionieren.“

Appell an UN-Menschenrechtskommissar

Gyatso forderte den Hohen Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte auf, die Rechte der tibetischen Buddhisten öffentlich und mit Nachdruck zu verteidigen. Er solle die Absicht der chinesischen Regierung, einen falschen Dalai Lama zu ernennen, entschieden zurückweisen.

Die ICT-Präsidentin fügte hinzu: „Regierungen sollten der chinesischen Führung unmissverständlich klarmachen, dass die internationale Gemeinschaft ausschließlich einen Nachfolgeprozess anerkennen wird, der von Tibetern selbst bestimmt wird und dem erklärten Willen des 14. Dalai Lama entspricht. Darüber hinaus ist es unerlässlich, dass die internationale Gemeinschaft die Entwicklungen weiterhin aufmerksam verfolgt und China für seine anhaltende Einmischung in den tibetischen Buddhismus zur Rechenschaft zieht – unter Ausschöpfung aller einschlägigen Instrumente des Völkerrechts.“

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