Dalai Lama betet für
Opfer der Sturzflut
in Tibet und Nepal
Foto: OHHDL
Bereits kurz nachdem das Ausmaß der katastrophalen Sturzflut in Tibet und Nepal klar wurde, wandte sich der Dalai Lama an die von dem Unglück Betroffenen. In einer Kondolenzbotschaft, die auf seiner Webseite auch in deutscher Übersetzung vorliegt, fand er die folgenden Worte:
„Mit tiefer Betroffenheit habe ich von den verheerenden Überschwemmungen in der Region Rasuwa in Nepal und in Kyirong in Tibet erfahren, die Menschenleben gefordert und schwere Schäden an der Infrastruktur verursacht haben. Ich bete für alle, die ihr Leben verloren haben, und spreche den Hinterbliebenen sowie allen Betroffenen mein aufrichtiges Mitgefühl und meine herzliche Anteilnahme aus.

Am 30. August entzündet der Dalai Lama während einer Langlebenszeremonie in Ladakh eine Butterlampe. (Foto: Tenzin Choejor/OHHDL)
Da diese Region auch in der Vergangenheit von Katastrophen heimgesucht wurde, sind dies gewiss Anzeichen einer tieferliegenden Ursache – sei es der Klimawandel oder andere Faktoren. Ich hoffe, dass geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden, wo immer dies möglich ist, um dazu beizutragen, dass sich solche Katastrophen nicht wiederholen.“
Gebete für die Verstorbenen und die Überlebenden
Wenige Tage später ging der Dalai Lama ein weiteres Mal auf die verheerende Sturzflut ein. Im Rahmen einer für ihn organisierten Langlebenszeremonie wandte sich der Dalai Lama direkt an die Teilnehmer der Veranstaltung. Er sagte: „Liebe Freunde, lasst uns für alle beten, die in Nepal und Tibet infolge dieser schrecklichen Katastrophe leiden – sowohl für die Verstorbenen als auch für die Überlebenden.“ Es wurde die Einladung ausgesprochen, dass alle Anwesenden an diesen Gebeten teilnehmen und zugleich für ein langes Leben des Dalai Lama beten mögen
Die Veranstaltung fand in der Nähe von Leh statt, der Hauptstadt des indischen Unionsterritoriums, wo der Dalai Lama den Sommer verbringt. Die Langlebenszeremonie organisiert hatten mehrere buddhistische Organisationen sowie die Tibetische Gemeinschaft Ladakhs; schätzungsweise 25.000 Menschen waren dazu erschienen.
Erklärung der tibetischen Exilregierung
Unmittelbar nach Bekanntwerden der Sturzflut äußerte sich auch die tibetische Exilregierung in einer Pressemitteilung. Darin spricht sie „allen von dieser Flutkatastrophe Betroffenen – sowohl den Lebenden als auch den Verstorbenen – ihr tiefes Beileid aus und bekundet ihre Solidarität“. Man bete „für die rasche Genesung der Verletzten, für die Verstorbenen und dafür, dass die Angehörigen von ihrem Leid befreit werden“.
Die Exilregierung habe „die zuständigen Stellen und Personen angewiesen, unverzüglich Nothilfemaßnahmen durchzuführen“. Zugleich brachte die gewählte Vertretung der Tibeter im Exil ihre Solidarität und ihr Beileid gegenüber der Regierung und der Bevölkerung Nepals zum Ausdruck.



