Große Auszeichnung
für die tibetische
Kultur in Berlin
Foto: Screenshot VTD
Seit mittlerweile 30 Jahren ist der Karneval der Kulturen eine Institution in Berlin. Auch in diesem Jahr verfolgten nach Angaben der Veranstalter 770.000 Menschen entlang der Strecke den großen Umzug im Herzen der deutschen Hauptstadt. Bunt kostümiert präsentierten dabei mehr als 70 nationale und internationale Gruppen ihre Kultur mit Musik und Tanz. Eine Fachjury bewertete die Darbietungen und vergab Preise in mehreren Kategorien.
Einen besonderen Erfolg konnte in diesem Jahr die tibetische Kultur erzielen: Der Verein der Tibeter in Deutschland gewann mit Unterstützung des Tibetan Institute of Performing Arts (TIPA) aus Dharamsala die Auszeichnung als beste Gesamtformation. In traditionellen tibetischen Kostümen, mit Tibet-Flaggen, Yak-Tänzern und einem Bild des Dalai Lama auf einem Thron begeisterten die Tibeter die Menschen entlang der Umzugsstrecke und die Jury gleichermaßen.
„Reichtum und Einzigartigkeit der tibetischen Kultur“
Ein Artikel auf der Webseite der tibetischen Exilregierung ging auf konkrete Einzelheiten der Darbietung ein. Demnach zeigten die tibetischen Künstler „den traditionellen Stampf-Tanz (Drodung), den akrobatischen Trommeltanz (Relpa), Yak-Tänze, Volkslieder sowie Vorführungen traditioneller Trachten aus den drei Provinzen Tibets“.
„Diese jahrhundertealten künstlerischen Traditionen spiegelten den Reichtum und die Einzigartigkeit der tibetischen Kultur wider und ernteten Bewunderung und emotionale Unterstützung seitens des internationalen Publikums. Viele Zuschauer beschrieben die Darbietungen als sowohl kulturell inspirierend als auch politisch bedeutsam.“
Tibetische Kultur ist lebendig und widerstandsfähig
Der Artikel betonte, die Teilnehmer hätten damit „die ungebrochene Kraft, Schönheit und Authentizität der tibetischen Kultur“ demonstriert. Der Darbietung der tibetischen Tänzer und Musiker komme eine enorme Bedeutung zu, so der Bericht.
Gerade in einer Zeit, da die chinesischen Machthaber die tibetische Religion, Sprache, Kultur und Identität stark einschränkten, habe der Auftritt in Berlin ein starkes Zeichen gesetzt. Die Teilnehmer hätten gezeigt, „dass die tibetische Kultur lebendig, widerstandsfähig und untrennbar mit dem tibetischen Volk verbunden“ bleibe.
Ihr Auftritt habe so eine eindrucksvolle Antwort gegeben „auf die anhaltenden Bemühungen Pekings, die tibetische Geschichte zu verzerren und die tibetische Kultur lediglich als Teil der chinesischen Kultur darzustellen.“





