Zweimal
20 Jahre im
Dienste Tibets
Foto: Marco Stepniak
Kai Müller leitet die Berliner Geschäftsstelle als Geschäftsführer, Erich Mayer ist verantwortlich für Finanzen und Organisation. Vor Kurzem konnten beide ihr zwanzigjähriges Dienstjubiläum bei der International Campaign for Tibet Deutschland feiern.
Unser Bild zeigt Erich Mayer (li.) und Kai Müller (re.) zusammen mit dem Internationalen Vorsitzenden von ICT Richard Gere anlässlich eines Besuchs im Berliner Büro im Jahr 2017. Im Gespräch verraten die beiden, wie alles für sie begann und welche Momente sie in den vergangenen zwei Jahrzehnten am meisten beeindruckt haben.
„Ene Herzensgeschichte“
Die Arbeit für ICT ist für sie nicht nur ein Job, daran lassen die beiden keinen Zweifel. Erich Mayer sagt etwa, ihm habe Tibet schon vorher viel bedeutet, seine Tätigkeit sei „eine Herzensgeschichte“. Insofern passten „die Arbeit und das persönliche Interesse wunderbar zusammen“.
Und Kai Müller erzählt, wie er über sein ehrenamtliches Engagement für die Menschenrechte zu ICT kam. Seine Erfahrungen bei Protesten gegen die Besuche des chinesischen Staatspräsidenten hätten bei ihm einen starken Eindruck hinterlassen, als er erlebte, „wie repressiv sich dieses Regime auch hier bei uns zeigt“.
„Eine Organisation, bei der Tibeter und Nicht-Tibeter zusammenarbeiten“
Beide betonen auch, wie wichtig für sie der Kontakt mit Exil-Tibetern ist, ganz gleich ob in Indien oder auch in Europa. Es habe ihm geholfen, ein Gefühl dafür zu bekommen, was die Arbeit von ICT vor Ort bedeutet, sagt Erich Mayer. Seine Kontakte in den tibetischen Kinderdörfern in Indien hätten ihn sehr beeindruckt. Kai Müller versteht ICT als „eine Organisation, bei der Tibeter und Nicht-Tibeter zusammenarbeiten“. Es mache die Stärke von ICT aus, aus beiden Bereichen schöpfen zu können, Expertise zu haben, Erfahrungen zu nutzen. Gerade für Nicht-Tibeter sei es wichtig, über die Kolleginnen und Kollegen den kulturellen Zugang zu haben.
Für Tibet wünschen sich die beiden vor allem ein: Freiheit. Dass die Tibeter selbst bestimmen können darüber, wie es in ihrem Land weitergeht, und nicht das autokratisch-totalitäre Regime in Peking. Lesen Sie hier das vollständige Interview mit Kai Müller und Erich Mayer.


