Zusätzliche Bestrafung
für Weinen in
«Umerziehungskursen»

 

Quelle: RFA

Tibetische Nonnen, die von den chinesischen Behörden gezwungen wurden, das buddhistische Studienzentrum Yachen Gar (Foto) zu verlassen und seitdem in „Umerziehungshaft“ festgehalten werden, erhielten zusätzliche Strafen, wenn sie angesichts ihrer Behandlung in Tränen ausbrachen. Dies berichtet „Radio Free Asia“ (RFA) unter Berufung auf tibetische Quellen. Die Nonnen würden im Landkreis Jomda (chin.: Jiangda) in der sogenannten Autonomen Region Tibet (TAR) festgehalten, wo sie mehrmals täglich an „Umerziehungskursen“ teilnehmen müssten. Sie seien gezwungen worden, ihre Roben abzulegen, und müssten stattdessen Zivilkleidung tragen. Während der „Umerziehungssitzungen“, die morgens und nachmittags stattfänden, würden die Nonnen gezwungen, „patriotische“ chinesische Lieder zu singen und zu tanzen, so eine Quelle von RFA. Abends müssten sie chinesische Propagandafilme anschauen, die beispielsweise Siege der Chinesen im Krieg gegen Japan zeigten.

Einige der Nonnen seien unter dem Druck dieser Behandlung in Tränen ausgebrochen und daraufhin von den Lagerwachen „grün und blau“ geschlagen worden. Das Weinen der Nonnen sei von den Wärtern als Beleg für mangelnde Loyalität interpretiert worden. Die Schläge seien so hart gewesen, dass manche der Nonnen anschließend kaum mehr hätten stehen können. Den Nonnen, die geweint hatten, habe man mitgeteilt, dass sie deswegen eineinhalb Jahre in Haft bleiben müssten, während man die anderen nach sechs Monaten freilassen werde. Auch werde man ihnen Pakete mit Essen oder Kleidung vorenthalten, die von ihren Familienangehörigen für sie abgegeben wurden. Lesen Sie hier den vollständigen Bericht von RFA.

 

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