ICT: Verbot zeigt
Chinas weiter
wachsenden Einfluss

 

Quelle: ICT

Die nepalesische Regierung hat am vergangenen Samstag verhindert, dass in der Hauptstadt Kathmandu öffentlich der 84. Geburtstag des Dalai Lama gefeiert werden konnte. Medienberichten zufolge musste eine von der tibetischen Gemeinschaft geplante Veranstaltung kurzfristig abgesagt werden, weil die nepalesischen Behörden ein striktes Verbot aussprachen. Zusätzlich seien am Samstag in der Umgebung des berühmten Boudha Stupa Polizisten in Kampfmontur aufgeboten worden, um spontane Versammlungen von Tibetern an der buddhistischen Pilgerstätte zu verhindern. Nach Einschätzung der International Campaign for Tibet untergraben diese Maßnahmen der Regierung die Rechte und Freiheiten nicht nur der in Nepal lebenden Tibeter, sondern auch der nepalesischen Buddhisten, die den Dalai Lama als geistliche Autorität verehren. Zugleich könne das Verbot der Geburtstagsfeiern als Beleg für den weiter wachsenden Einfluss der chinesischen Regierung auf die Politik des kleinen Himalajastaats angesehen werden.

ICT-Präsident Matteo Mecacci sagte dazu: „Der Dalai Lama wird in Nepal nicht nur von den Tibetern, sondern auch von nepalesischen Buddhisten verehrt. Während seine Anhänger am Wochenende in der ganzen Welt öffentlich seinen 84. Geburtstag feierten, war es bemerkenswert, dass Nepal als einziges Land neben China solche Feiern verhinderte. Das nepalesische und das tibetische Volk sind in dem Land, in dem der Buddha geboren wurde, durch ein jahrhundertealtes religiöses und kulturelles Erbe verbunden. Diese Aktion der nepalesischen Regierung betrifft nicht nur die bürgerlichen Freiheiten der Tibeter, sondern die der gesamten nepalesischen buddhistischen Gemeinschaft.“

Die Atmosphäre in der tibetischen Gemeinschaft Nepals war das ganze Wochenende über angespannt. Viele Tibeter blieben in ihren Wohnungen, insbesondere in jenen Stadtteilen Kathmandus, in denen sich die tibetische Bevölkerung konzentriert, wie etwa rund um den Boudha Stupa, in Swayambhunath und Jawalakhel, wo die staatlichen Sicherheitskräfte besonders stark vertreten waren. Bereits im Juni hatten die nepalesischen Behörden einem US-Bürger tibetischer Abstammung am Flughafen von Kathmandu die Einreise verweigert. Medienberichten zufolge sei dies nach einer Intervention der chinesischen Botschaft geschehen, die den Mann aufgrund der zufälligen Namensgleichheit mit dem früheren Sprecher des tibetischen Exilparlaments Penpa Tsering verwechselt hatte. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Bericht unserer US-Kollegen.

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