International Campaign for Tibet
 

Tibet: UN-Experten fordern „sofortige Freilassung“ von Menschenrechtsverteidiger Tashi Wangchuk / ICT begrüßt weltweite Unterstützung Wangchuks

Berlin, 6. Juni 2018. Die International Campaign for Tibet (ICT) begrüßt eine aktuelle Stellungnahme von sechs UN-Menschenrechtsexperten, in der diese die Verurteilung des tibetischen Menschenrechtsverteidigers Tashi Wangchuk durch ein chinesisches Gericht kritisieren. Die UN-Experten – fünf Sonderberichterstatter des UN-Menschenrechtsrats sowie der Vorsitzende und Berichterstatter der Arbeitsgruppe zu willkürlichen Verhaftungen – verlangen in ihrem Statement von den chinesischen Behörden, sich an ihre internationalen Verpflichtungen zu halten und Tashi Wangchuk sofort freizulassen sowie ihn zu entschädigen. In ihrer Stellungnahme heißt es weiter, Regierungen dürften unter keinen Umständen den legitimen Einsatz für Menschenrechte behindern oder unterdrücken, auch nicht unter Verweis auf „nationale Sicherheit, öffentliche Ordnung oder Terrorabwehr“.

Wie berichtet, hatte der Mittlere Gerichtshof von Yushu (Provinz Qinghai) den 33-jährigen Tibeter am 22. Mai wegen des Vorwurfs der „Anstiftung zu Separatismus“ zu fünf Jahren Haft verurteilt. Tashi Wangchuk hatte sich im November 2015 in einem Interview mit der „New York Times“ kritisch über die chinesische Sprachen- und Bildungspolitik in Tibet geäußert. Im Januar 2016 war er daraufhin festgenommen worden. Mehrere Regierungen, darunter auch die deutsche Bundesregierung, Parlamentarier, Menschenrechtsexperten sowie Nichtregierungsorganisationen hatten in der Vergangenheit seine sofortige und bedingungslose Freilassung gefordert.

ICT begrüßt die klaren Worte der UN-Menschenrechtsexperten. ICT-Geschäftsführer Kai Müller sagte dazu: „Tashi Wangchuks friedlicher Einsatz für kulturelle Rechte ist durch internationales Recht geschützt, die gegen ihn erhobenen Vorwürfe sind völlig absurd. Wir rufen Regierungen, Parlamente und UN-Expertengremien dazu auf, sich weiterhin für seine Freilassung einzusetzen.“

Pressekontakt:

Kai Müller
Geschäftsführer
Tel.: +49 (0) 30 27879086
E-Mail: presse(at)savetibet.de
Twitter: @savetibet

International Campaign for Tibet Deutschland e.V.
Schönhauser Allee 163
D-10435 Berlin
www.savetibet.de

Die International Campaign for Tibet (ICT) setzt sich als weltweit größte Tibet-Organisation seit 30 Jahren für die Wahrung der Menschenrechte und das Selbstbestimmungsrecht des tibetischen Volkes ein. ICT unterhält Büros in Washington, D.C., Amsterdam, Brüssel und Berlin sowie ein Rechercheteam in Dharamsala, Indien.

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