Pekings Pläne mit dem «falschen Panchen Lama» scheinen nicht aufzugehen!
Kurz nach dem 30. Jahrestag des „Verschwindenlassens“ von Tibets 11. Panchen Lama durch Pekings Schergen richtet sich der Blick auf den von den Machthabern installierten Ersatz. Inwieweit sind Pekings Planungen mit ihm aufgegangen? Und welche Schlüsse ziehen die chinesischen Machthaber daraus? Ist Gyaltsen Norbu bei ihnen gar in Ungnade gefallen? Ein aktueller Bericht von ICT kommt zum Schluss, dass Chinas «falscher Panchen Lama» politisch und religiös weitgehend wirkungslos geblieben ist.
Die chinesische KP hat mehr als 22.000 Parteikader in Tibets Dörfern und Klöstern stationiert
Und dabei ist allein von der sogenannten Autonomen Region Tibet die Rede, die ungefähr die Hälfte des Landes umfasst. Das als «Graswurzelarbeit» bezeichnete Programm soll die umfassende Kontrolle der tibetischen Bevölkerung sicherstellen. In der TAR wurde es erstmals im Oktober 2011 umgesetzt. Laut einem aktuellen Bericht der chinesischen Propagandamedien sind die Dorfkader an circa 5.600 Orten stationiert.
Pekings oberstes Ziel ist die Vorherrschaft der Kommunistischen Partei
Völlig unmissverständlich steht dies in Chinas sogenanntem Weißbuch zur nationalen Sicherheit. Untrennbar verknüpft die KP ihre eigene Machtstellung mit der Zukunft des Landes. Sie betrachtet jede Form von Kritik oder abweichender Meinung als Bedrohung der nationalen Sicherheit. Anlass zur Sorge gibt die angekündigte Intensivierung der sozialen Kontrolle auf lokaler Ebene. Dies ist ein klarer Hinweis darauf, dass auch in Tibet die Strategie der „Sinisierung“ weiter forciert werden soll.

