Berlin, 9. März 2026. Am morgigen Tag der Tibet-Solidarität erinnern Tibeter in aller Welt an die blutige Niederschlagung des tibetischen Volksaufstandes im Jahr 1959 durch chinesische Truppen. Aus diesem Anlass appelliert die International Campaign for Tibet (ICT) an die internationale Gemeinschaft, ihre Unterstützung für den friedlichen Kampf des tibetischen Volkes zu verstärken.
ICT-Geschäftsführer Kai Müller sagte dazu: „Der 10. März ist mehr als ein bloßer Gedenktag; er ist ein kraftvolles Symbol für den Freiheitswillen und die Resilienz des tibetischen Volkes. In Zeiten zunehmender Unterdrückung erinnert er uns an unsere Verantwortung, für das Recht auf Selbstbestimmung, die universellen Menschenrechte und die kulturelle Identität Tibets einzustehen – weltweit und unüberhörbar.“
Zum Tag der Tibet-Solidarität versammeln sich Tibeter und Unterstützer der tibetischen Freiheit auf der ganzen Welt, um friedlich ihr Anliegen vorzutragen. Sie fordern, dass die chinesische Regierung den Dialog mit den Vertretern des tibetischen Volkes wieder aufnimmt und ihr systematisches Vorgehen zur Auslöschung des einzigartigen sprachlichen, religiösen und kulturellen Erbes Tibets beendet. Es sei dringend notwendig, dass die internationale Gemeinschaft sich mit den anhaltenden Menschenrechtsverletzungen in Tibet befasst.
Auch im Jahr 2026 setzt die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) ihre jahrzehntelangen Bemühungen fort, die Kultur und Zivilisation Tibets systematisch auszulöschen und die Tibeter zu assimilieren. China verweigert den Tibetern ihre Menschenrechte durch ein intensives Kontrollsystem, zu dem auch ein hochtechnologischer Überwachungsstaat gehört. Tibeter werden allein dafür verfolgt, dass sie ihre grundlegendsten Rechte ausüben; sie können allein dafür, dass sie den Geburtstag des Dalai Lama feiern, inhaftiert und gefoltert werden.
Während die KPCh die Menschen in Tibet anhaltend brutal unterdrückt, fanden im Februar demokratische, freie und faire Wahlen zum tibetischen Exilparlament und dem Oberhaupt der tibetischen Exilregierung statt – ein starker Kontrapunkt zum autoritären Modell Chinas.
Der Dalai Lama setzt sich weiterhin für die Bewahrung, Förderung und den Schutz der tibetischen Identität ein. Bedauerlicherweise haben seit 2010 keine Gespräche zwischen der chinesischen Regierung und Vertretern des Dalai Lama und der Exilregierung stattgefunden, obwohl China wiederholt aufgefordert wurde, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Während immer mehr wissenschaftliche Untersuchungen eindeutig belegen, dass Tibet seit Jahrhunderten ein unabhängiges Land ist, hält die KPCh an ihrer unbegründeten Behauptung fest, wonach Tibet ein Teil Chinas sei.
Pekings Vorgehen ist Teil eines umfassenderen Plans, regionale Vorherrschaft zu erlangen. Das Hochland von Tibet ist die Quelle des Wassers, von dem die flussabwärts gelegenen Länder von Indien bis Vietnam abhängig sind. Chinas weitere Militarisierung Tibets und der ungebremste Bau von Wasserkraftwerken wird zu mehr Einfluss auf diese Länder führen und stellt eine direkte Bedrohung für die regionale und globale Stabilität dar.
Kontakt:
Kai Müller
Geschäftsführer
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International Campaign for Tibet Deutschland e.V.
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Die International Campaign for Tibet (ICT) setzt sich als weltweit größte Tibet-Organisation seit 30 Jahren für die Wahrung der Menschenrechte und das Selbstbestimmungsrecht des tibetischen Volkes ein. ICT unterhält Büros in Washington, D.C., Amsterdam, Brüssel und Berlin sowie ein Rechercheteam in Dharamsala, Indien.
