Berlin. 03.07.2026. Die International Campaign for Tibet (ICT) reagiert mit Bestürzung und Trauer auf die Selbstanzündung eines Tibeters gestern vor dem New Yorker UN-Hauptquartier, in deren Folge der 52-jährige Tibeter Lobga laut Berichten verstorben ist. ICT-Geschäftsführer Kai Müller: „Wir sind bestürzt über die erneute Selbstverbrennung eines Tibeters, die sich gegen die anhaltend äußerst repressive Politik der Kommunistischen Partei Chinas in Tibet richtet. Die Tat unterstreicht, wie groß die Verzweiflung unter Tibetern ist.“
In einer über sein Facebook-Konto veröffentlichten Erklärung wies Lobga darauf hin, dass die chinesische Politik den Fortbestand der tibetischen Identität, Sprache und Kultur gefährde, und forderte seine Landsleute auf, geeint für die Rechte der Tibeter einzutreten. Die Selbstanzündung erfolgte unmittelbar nach Inkrafttreten des sogenannten Gesetzes über „Ethnische Einheit“, das die zwangsweise Assimilierungspolitik der Kommunistischen Partei noch verschärfen wird.
Seit 2009 haben sich mehr als 150 Tibeterinnen und Tibeter aus Protest gegen die Politik Pekings in Tibet selbstangezündet.
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Die International Campaign for Tibet (ICT) setzt sich als weltweit größte Tibet-Organisation seit 30 Jahren für die Wahrung der Menschenrechte und das Selbstbestimmungsrecht des tibetischen Volkes ein. ICT unterhält Büros in Washington, D.C., Amsterdam, Brüssel und Berlin sowie ein Rechercheteam in Dharamsala, Indien.
