Gemeinsam mit Tibetern
feiert Riley Barnes Losar
im US-Außenministerium
Quelle: ICT*
Die International Campaign for Tibet (ICT) begrüßt die Ernennung von Riley M. Barnes zum US-Sonderkoordinator für Tibet-Angelegenheiten. Noch am Tag seiner Ernennung setzte Barnes die Tradition fort, gemeinsam mit Tibetern den Beginn des tibetischen Neujahrsfestes Losar im US-Außenministerium zu feiern. ICT organisierte die Losar-Feier gemeinsam mit der regionalen Vereinigung der Tibeter.
Der stellvertretende Staatssekretär Barnes hatte bereits mehrere hochrangige Positionen im Außenministerium inne. Aktuell ist er für den Bereich „Demokratie, Menschenrechte und Arbeit“ zuständig. Bereits zweimal – 2019 und 2025 – besuchte er Dharamsala, den Sitz des Dalai Lama und der tibetischen Exilinstitutionen in Indien.
Neujahrsgrüße zu Losar von Außenminister Rubio
US-Außenminister Rubio hatte die Ernennung von Riley Barnes zum Tibet-Sonderkoordinator in seiner Grußbotschaft zu Losar bekanntgegeben. In Rubios Pressemitteilung heißt es, am ersten Tag des Jahres des Feuerpferdes feiere man „die Standhaftigkeit und Widerstandsfähigkeit der Tibeter auf der ganzen Welt“.
Die USA würden sich „weiterhin für die unveräußerlichen Rechte der Tibeter und ihr einzigartiges sprachliches, kulturelles und religiöses Erbe“ einsetzen. Der US-Außenminister weiter: „Ich wünsche allen Tibetern ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr. Losar Tashi Delek und ein frohes neues Jahr!“
„Parteiübergreifendes Engagement der USA für das tibetische Volk“
ICT-Präsidentin Tencho Gyatso sagte, die Position des Sonderkoordinators stehe für „das jahrzehntelange parteiübergreifende Engagement der USA für das tibetische Volk.“ Sie gratulierte Barnes zu seiner Ernennung.
Die ICT-Präsidentin betonte, es gelte, „die Grundfreiheiten der Tibeter zu fördern, ihre Kultur und Identität zu bewahren und den Stillstand im chinesisch-tibetischen Dialogprozess zu überwinden“.
Die Rolle des Sonderkoordinators für Tibet-Angelegenheiten
Erstmalig geschaffen wurde das Amt eines Tibet-Sonderkoordinators durch den „Tibetan Policy Act“ von 2002. Seitdem spielt es eine wichtige Rolle bei der Koordinierung der US-amerikanischen Unterstützung für Tibet.

Riley Barnes lauscht der Ansprache von Namgyal Choedup, dem Vertreter des Dalai Lama und der tibetischen Exilregierung in Nordamerika. (Quelle: ICT)
Der Sonderkoordinator soll unter anderem einen sinnvollen Dialog über die Autonomie Tibets zwischen der Volksrepublik China und dem Dalai Lama oder seinen Vertretern fördern. Weitere Aufgaben liegen etwa darin, die einzigartige religiöse, kulturelle und sprachliche Identität der Tibeter zu schützen. Er soll zudem den Zugang nach Tibet fördern und Chinas Desinformation über Tibet oder den Dalai Lama bekämpfen.
ICT fordert den neuen Tibet-Koordinator auf, sich für eine Wiederaufnahme der sino-tibetischen Gespräche einzusetzen. Dies sei wichtig angesichts der erklärten Absicht Chinas, sich in die Nachfolge des Dalai Lama einzumischen. Barnes solle dafür mit tibetischen Partnern und gleichgesinnten Verbündeten zusammenarbeiten. Ziel müsse es sein, dass allein die Tibeter über die Nachfolge das Dalai Lama bestimmten.
Ehemalige Tibet-Sonderkoordinatorin Uzra Zeya Mitglied im Vorstand von ICT
Riley Barnes‘ Amtsvorgängerin ist seit Ende des vergangenen Jahres Mitglied im Vorstand von ICT in den USA. In seiner Sitzung vom 9. Dezember 2025 beschloss das von Richard Gere geleitete Gremium, die ehemalige Tibet-Sonderkoordinatorin Uzra Zeya in seine Reihen aufzunehmen. Ebenfalls neu im Vorstand von ICT ist die Tibeterin Tenzin Kalsang Gonta, einst Gründungsmitglied des „Tibetan Youth Leadership Program“ von ICT.

Uzra Zeya in Dharamsala. Am 19. Mai stattete die damalige Tibet-Sonderkoordinatorin der Vereinigten Staaten dem Dalai Lama einen Besuch ab. (Foto: Tenzin Choejor/OHHDL)
Uzra Zeya ist seit dem vergangenen Jahr Präsidentin der Menschenrechtsorganisation „Human Rights First“. Zu ihrer Ernennung sagte sie: „Ich bin begeistert und fühle mich geehrt, dass ich die Gelegenheit habe, mit ICT zusammenzuarbeiten und die Organisation in einem neuen Kapitel zu unterstützen. Durch meine Tätigkeit als Vorstandsmitglied von ICT möchte ich meinen Beitrag leisten, um das tibetische Volk in seinem Kampf für Menschenrechte und Freiheit zu unterstützen.“
* Riley M. Barnes (li.), der neue US-Sonderkoordinator für Tibet-Angelegenheiten, und Bhuchung K. Tsering, der im ICT-Büro in Washington die Research and Monitoring Unit leitet.

