TV-Satellitenempfang
soll bis Mitte 2026
umgestellt werden

 

Quelle: xizang.gov.cn/tibet.cn*

Die chinesischen Machthaber arbeiten mit Nachdruck daran, dass die Tibeter im Fernsehen nur noch Chinas Propaganda sehen können. Zu diesem Zweck bauen sie derzeit die Infrastruktur für das Satellitenfernsehen aus, um Chinas Informationsmonopol in Tibet weiter zu stärken.

In chinesischer Propagandasprache ausgedrückt, diene die Umstellung auf hochauflösendes Fernsehen (HD) lediglich der „Verbesserung der Lebensbedingungen”. Den Planungen zufolge soll diese bis Mitte 2026 abgeschlossen sein.

Selbst abgelegene Nomadengemeinschaften sollen im Fernsehen der KP-Propaganda folgen. (Quelle: xizang.gov.cn/tibet.cn*)

Allerdings wird die neue Infrastruktur wohl ausschließlich den Zugang zu von den Machthabern genehmigten und kontrollierten Propagandasendern ermöglichen. Damit sollen die Tibeter daran gehindert werden, auf andere Sender zugreifen zu können.

Chinas Propaganda soll selbst abgelegene Nomadengemeinschaften erreichen

Auf ihren Fernsehgeräten soll künftig allein die staatliche chinesische Propaganda empfangbar sein. Das chinesische KP-Regime nimmt dabei selbst abgelegene Nomadengemeinschaften ins Visier. Auch sie sollen im Fernsehen den von der Kommunistischen Partei Chinas genehmigten Narrativen folgen.

Die staatlich verordnete Umstellung auf hochauflösendes Satellitenfernsehen ist Teil einer bereits seit Jahren laufenden Kampagne zur Kontrolle des Zugangs zu Informationen in Tibet. Der berüchtigte ehemalige Parteisekretär der TAR Chen Quanguo machte dies schon früh deutlich.

KP will „Stahlmauer im ideologischen Bereich errichten“.

So erklärte er bereits im November 2011, das Ziel der Medienarbeit Chinas bestehe darin, „eine starke Stahlmauer im ideologischen Bereich zu errichten“. Das Ganze sei Teil des „Kampfes um die öffentliche Meinung zu Tibet“. Bis heute hat sich an dieser Linie nichts geändert.

Zeremonie zur Verteilung der HD-Empfangsgeräte in der Ortschaft Zabbel im Landkreis Lhari. (Quelle: xizang.gov.cn/tibet.cn*)

In Tibet nutzen die Menschen das Satellitenfernsehen notgedrungen als primäre Informationsquelle. Gerade in ländlichen Gebieten erhalten die tibetischen Familien nun zwar schärfere Bilder, aber was diese zeigen, ist monochrome KP-Propaganda.

So bleibt zu hoffen, dass die tibetischen Nachrichtensendungen von „Radio Free Asia“ (RFA) und „Voice of America“ (VOA) möglichst bald wieder in vollem Umfang ausgestrahlt werden. Ansonsten laufen Millionen von Tibetern Gefahr, in einer vom chinesischen KP-Regime manipulierten Version der Realität leben zu müssen.

* Die verwendeten Bilder stammen aus einem Propagandabericht vom Oktober 2024 über die Umstellung des Satellitenfernsehens auf HD-Empfang im nordöstlich von Lhasa gelegenen Landkreis Lhari (chin.: Jiali). Im Bild ganz oben nehmen tibetische Hirten die neuen Geräte in Empfang.

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