International Campaign for Tibet
 

Ost-Tibet: Mann stirbt nach Selbstverbrennung / Massive Militärpräsenz in Tibet vor Jahrestag des tibetischen Volksaufstands

Berlin, 8. März 2018. Wenige Tage vor dem Jahrestag des tibetischen Volksaufstands vom 10. März 1959 hat sich gestern ein tibetischer Mann in der osttibetischen Präfektur Ngaba (chin.: Aba) selbst angezündet und ist seinen Verletzungen erlegen. Tsekho Tugchak soll in seinen Vierzigern gewesen sein. Er stammt aus der Ortschaft Meeruma. Damit steigt die Zahl der Selbstverbrennungen in Tibet und China seit dem Jahr 2009 auf insgesamt 153. Tsekho Tugchaks Selbstanzündung war die erste im laufenden Jahr. Auch die letzte der insgesamt sechs Selbstverbrennungen des Jahres 2017 hatte sich in der Region Ngaba ereignet.

Tsekho Tugchaks Selbstverbrennung fällt in eine Zeit, die in ganz Tibet geprägt ist von massiver Militär- und Sicherheitspräsenz. Im Vorfeld des Jahrestags des tibetischen Volksaufstands am 10. März war neben einer Reihe großangelegter Militärübungen auch die Anwesenheit hunderter Angehöriger paramilitärischer Polizeieinheiten in den Klöstern während eines wichtigen Gebetsfests zu beobachten. Offensichtlich soll dies der Einschüchterung der tibetischen Bevölkerung dienen. Nicht zuletzt sollen damit offenbar auch Selbstverbrennungen aus Protest gegen die chinesische Politik in Tibet verhindert werden. So wurde laut einem Bericht der Staatsmedien bei einem sogenannten „Stabilitäts“-Treffen von Behördenvertretern der sogenannten Autonomen Region Tibet am 4. März die Losung ausgegeben, um „Selbstverbrennungen zu unterbinden“ sei es für die Parteikader notwendig, an ihren harten Repressionsmaßnahmen festzuhalten und überdies „absolute Loyalität zum Zentralkomitee der chinesischen KP mit dem Genossen Xi Jinping an der Spitze“ zu zeigen.

Weitere Einzelheiten entnehmen Sie unserem Bericht „Tibetan man dies after self-immolation; oppressive measures intensified in March 10 anniversary week“.

Pressekontakt:

Kai Müller
Geschäftsführer
Tel.: +49 (0) 30 27879086
Mobil: +49 162 1364917
E-Mail: presse(at)savetibet.de
Twitter: @savetibet

International Campaign for Tibet Deutschland e.V.
Schönhauser Allee 163
D-10435 Berlin
www.savetibet.de

Die International Campaign for Tibet (ICT) setzt sich als weltweit größte Tibet-Organisation seit mehr als 20 Jahren für die Wahrung der Menschenrechte und das Selbstbestimmungsrecht des tibetischen Volkes ein. ICT unterhält Büros in Washington, D.C., Amsterdam, Brüssel und Berlin sowie ein Rechercheteam in Dharamsala, Indien.

Netzwerk


Werde Teil der Community!