Festnahmen und Verbot von Dalai Lama-Bildern in Osttibet / Staatliche Medien vergleichen Dalai Lama mit Saddam Hussein
Berlin, 11. Februar 2016. Behörden in Osttibet haben Ladenbesitzer aufgefordert, den Verkauf von Portraits des Dalai Lama einzustellen und sämtliche Bilder und Darstellungen des Friedensnobelpreisträgers bei den Behörden abzugeben. Diese dürften auch nicht öffentlich gezeigt werden, so die von mehreren Behörden im Kreis Draggo (chin.: Luhuo), Provinz Sichuan, am 4. Januar erlassene Anordnung. Die Behörden in dem in der Autonomen Präfektur Kardze (chin.: Ganzi) gelegenen Kreis setzten für die Herausgabe der Bilder und Portraits eine Frist bis zum 2. Februar. Als Rechtfertigung für die drastische Maßnahme verglich ein Mitarbeiter des staatlichen Tibetologie-Zentrums in Peking den Dalai Lama in den staatlichen Medien mit dem irakischen Diktator Saddam Hussein. Trotz des Verbotes fand in der Region am 25. Januar ein Gebetsfest statt, das unter großer Beteiligung der Bevölkerung für den Dalai Lama von einem örtlichen Kloster organisiert wurde. Berichtet wird, dass in der Folge zwei hochrangige Geistliche des Klosters von den Behörden festgenommen wurden. Auf Fotos und Videos vom Gebetsfest, die aus Tibet gelangt sind, ist zu sehen, wie Portraits des Dalai Lama gezeigt werden.
Die International Campaign for Tibet (ICT) zeigt sich äußerst besorgt über die Anordnungen und Berichte über Festnahmen in Osttibet. ICT-Geschäftsführer Kai Müller: „Das Verbot der Portraits des Dalai Lama ist ein klarer Verstoß gegen Meinungs- und Religionsfreiheit in Tibet. Es muss daher unverzüglich aufgehoben werden. Die beiden Geistlichen aus dem Kloster Chokri müssen unverzüglich freigelassen werden, wenn sie allein aufgrund der Abhaltung des Gebetsfestes für den Dalai Lama festgenommen worden sind.“
Die Behörden drohen bei Verstößen gegen die von mehreren Ämtern des Kreises erlassene Anordnung mit „strenger Behandlung“ und „zwangsweiser Konfiszierung“ der Bilder. Die Bilder des Dalai Lama seien die „Saat für sich ausbreitenden Protest“ und könnten daher nicht in der Öffentlichkeit aufgehängt oder gezeigt werden, so der Text der Anordnung, der der International Campaign for Tibet vorliegt. In einem Artikel der staatlichen chinesischen „Global Times“ vom 3. Februar 2016 (inzwischen offline, im Archiv: http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:http://www.globaltimes.cn/content/967074.shtml) begründet Lian Xiangmin vom staatlichen „China Tibetology Research Center“ in Peking die Maßnahme damit, dass es „unangemessen“ sei, den Dalai Lama öffentlich zu zeigen, da er „separatistische Aktivitäten“ orchestriere. Außerdem, so Lian Xiangmin weiter, wäre dies dasselbe wie Bilder von Saddam Hussein in Amerika zu zeigen. Die „Global Times“ zitiert einen Beamten damit, dass die örtliche Bevölkerung indes „mehr als willkommen sei”, Bilder vergangener und gegenwärtiger Führer des Landes aufzuhängen. 
Trotz der Anordnung fand am 25. Januar für den Dalai Lama im Umfeld des Klosters Chogri, das sich ebenfalls im Kreis Draggo befindet, ein Gebetsfest für den Dalai Lama statt. Das Kloster hielt am 25. Januar unter großer Anteilnahme der örtlichen Bevölkerung öffentlich „Lang-Lebens-Gebete“ für den Dalai Lama ab, der sich gegenwärtig zu medizinischer Behandlung in den USA befindet. Fotos und Videos zeigen, wie Hunderte Menschen und Geistliche vor einem Portrait des Dalai Lama beten. Einem Bericht des „Tibetan Center for Human Rights and Democracy“ vom 8. Februar zufolge seien unmittelbar darauf der Abt der Klosters Chogri, Pagah, sowie der hochrangige Geistliche Geshe Orgyen festgenommen worden.
Ein englischsprachiger Bericht der International Campaign for Tibet, der die Anordnung im Original und als Übersetzung enthält, kann hier eingesehen werden: http://www.savetibet.org/dalai-lama-compared-to-iraqi-dictator-by-chinese-state-media-as-order-issued-for-seizure-of-pictures/.

Pressekontakt:
Kai Müller
Geschäftsführer
Tel.: +49 (0) 30 27879086
Mobil: +49 162 1364917
E-Mail: presse(at)savetibet.de
Twitter: @savetibet
International Campaign for Tibet Deutschland e.V.
Schönhauser Allee 163
D-10435 Berlinwww.savetibet.de
Die International Campaign for Tibet (ICT) setzt sich als weltweit größte Tibet-Organisation seit mehr als 20 Jahren für die Wahrung der Menschenrechte und das Selbstbestimmungsrecht des tibetischen Volkes ein. ICT unterhält Büros in Washington, D.C., Amsterdam, Brüssel und Berlin sowie ein Rechercheteam in Dharamsala, Indien.

Berlin, 11. Februar 2016. Behörden in Osttibet haben Ladenbesitzer aufgefordert, den Verkauf von Portraits des Dalai Lama einzustellen und sämtliche Bilder und Darstellungen des Friedensnobelpreisträgers bei den Behörden abzugeben. Diese dürften auch nicht öffentlich gezeigt werden, so die von mehreren Behörden im Kreis Draggo (chin.: Luhuo), Provinz Sichuan, am 4. Januar erlassene Anordnung. Die Behörden in dem in der Autonomen Präfektur Kardze (chin.: Ganzi) gelegenen Kreis setzten für die Herausgabe der Bilder und Portraits eine Frist bis zum 2. Februar. Als Rechtfertigung für die drastische Maßnahme verglich ein Mitarbeiter des staatlichen Tibetologie-Zentrums in Peking den Dalai Lama in den staatlichen Medien mit dem irakischen Diktator Saddam Hussein. Trotz des Verbotes fand in der Region am 25. Januar ein Gebetsfest statt, das unter großer Beteiligung der Bevölkerung für den Dalai Lama von einem örtlichen Kloster organisiert wurde. Berichtet wird, dass in der Folge zwei hochrangige Geistliche des Klosters von den Behörden festgenommen wurden. Auf Fotos und Videos vom Gebetsfest, die aus Tibet gelangt sind, ist zu sehen, wie Portraits des Dalai Lama gezeigt werden.
Die International Campaign for Tibet (ICT) zeigt sich äußerst besorgt über die Anordnungen und Berichte über Festnahmen in Osttibet. ICT-Geschäftsführer Kai Müller: „Das Verbot der Portraits des Dalai Lama ist ein klarer Verstoß gegen Meinungs- und Religionsfreiheit in Tibet. Es muss daher unverzüglich aufgehoben werden. Die beiden Geistlichen aus dem Kloster Chokri müssen unverzüglich freigelassen werden, wenn sie allein aufgrund der Abhaltung des Gebetsfestes für den Dalai Lama festgenommen worden sind.“
Die Behörden drohen bei Verstößen gegen die von mehreren Ämtern des Kreises erlassene Anordnung mit „strenger Behandlung“ und „zwangsweiser Konfiszierung“ der Bilder. Die Bilder des Dalai Lama seien die „Saat für sich ausbreitenden Protest“ und könnten daher nicht in der Öffentlichkeit aufgehängt oder gezeigt werden, so der Text der Anordnung, der der International Campaign for Tibet vorliegt. In einem Artikel der staatlichen chinesischen „Global Times“ vom 3. Februar 2016 (inzwischen offline, im Archiv: http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:http://www.globaltimes.cn/content/967074.shtml) begründet Lian Xiangmin vom staatlichen „China Tibetology Research Center“ in Peking die Maßnahme damit, dass es „unangemessen“ sei, den Dalai Lama öffentlich zu zeigen, da er „separatistische Aktivitäten“ orchestriere. Außerdem, so Lian Xiangmin weiter, wäre dies dasselbe wie Bilder von Saddam Hussein in Amerika zu zeigen. Die „Global Times“ zitiert einen Beamten damit, dass die örtliche Bevölkerung indes „mehr als willkommen sei”, Bilder vergangener und gegenwärtiger Führer des Landes aufzuhängen. 
Trotz der Anordnung fand am 25. Januar für den Dalai Lama im Umfeld des Klosters Chogri, das sich ebenfalls im Kreis Draggo befindet, ein Gebetsfest für den Dalai Lama statt. Das Kloster hielt am 25. Januar unter großer Anteilnahme der örtlichen Bevölkerung öffentlich „Lang-Lebens-Gebete“ für den Dalai Lama ab, der sich gegenwärtig zu medizinischer Behandlung in den USA befindet. Fotos und Videos zeigen, wie Hunderte Menschen und Geistliche vor einem Portrait des Dalai Lama beten. Einem Bericht des „Tibetan Center for Human Rights and Democracy“ vom 8. Februar zufolge seien unmittelbar darauf der Abt der Klosters Chogri, Pagah, sowie der hochrangige Geistliche Geshe Orgyen festgenommen worden.
Ein englischsprachiger Bericht der International Campaign for Tibet, der die Anordnung im Original und als Übersetzung enthält, kann hier eingesehen werden: http://www.savetibet.org/dalai-lama-compared-to-iraqi-dictator-by-chinese-state-media-as-order-issued-for-seizure-of-pictures/.

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Berlin, 11. Februar 2016. Behörden in Osttibet haben Ladenbesitzer aufgefordert, den Verkauf von Portraits des Dalai Lama einzustellen und sämtliche Bilder und Darstellungen des Friedensnobelpreisträgers bei den Behörden abzugeben. Diese dürften auch nicht öffentlich gezeigt werden, so die von mehreren Behörden im Kreis Draggo (chin.: Luhuo), Provinz Sichuan, am 4. Januar erlassene Anordnung. Die Behörden in dem in der Autonomen Präfektur Kardze (chin.: Ganzi) gelegenen Kreis setzten für die Herausgabe der Bilder und Portraits eine Frist bis zum 2. Februar. Als Rechtfertigung für die drastische Maßnahme verglich ein Mitarbeiter des staatlichen Tibetologie-Zentrums in Peking den Dalai Lama in den staatlichen Medien mit dem irakischen Diktator Saddam Hussein. Trotz des Verbotes fand in der Region am 25. Januar ein Gebetsfest statt, das unter großer Beteiligung der Bevölkerung für den Dalai Lama von einem örtlichen Kloster organisiert wurde. Berichtet wird, dass in der Folge zwei hochrangige Geistliche des Klosters von den Behörden festgenommen wurden. Auf Fotos und Videos vom Gebetsfest, die aus Tibet gelangt sind, ist zu sehen, wie Portraits des Dalai Lama gezeigt werden.
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Trotz der Anordnung fand am 25. Januar für den Dalai Lama im Umfeld des Klosters Chogri, das sich ebenfalls im Kreis Draggo befindet, ein Gebetsfest für den Dalai Lama statt. Das Kloster hielt am 25. Januar unter großer Anteilnahme der örtlichen Bevölkerung öffentlich „Lang-Lebens-Gebete“ für den Dalai Lama ab, der sich gegenwärtig zu medizinischer Behandlung in den USA befindet. Fotos und Videos zeigen, wie Hunderte Menschen und Geistliche vor einem Portrait des Dalai Lama beten. Einem Bericht des „Tibetan Center for Human Rights and Democracy“ vom 8. Februar zufolge seien unmittelbar darauf der Abt der Klosters Chogri, Pagah, sowie der hochrangige Geistliche Geshe Orgyen festgenommen worden.
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