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Tibet-News Februar 2009

Liebe/-r Freund/-in Tibets,

"Hart-Zuschlagen" - so das neue, alte Rezept der Behörden im Umgang mit der tibetischen Bevölkerung in Lhasa.

Außerdem in den Tibet-News vom Februar 2009: Tibetisches Neujahrsfest: Tibeter gedenken Opfern +++ Überprüfung im UNO-Menschenrechtsrat: China weist Kritik an Menschenrechtslage in Tibet zurück +++ Demnächst online: "Missing Voices" +++

Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen

Kai Müller, Geschäftsführer

"Hart-Zuschlagen" - Neue Kampagne der Behörden in Lhasa

Wenige Wochen vor dem historischen 50. Jahrestag des tibetischen Volksaufstandes von 1959 am 10. März ist die Situation in der tibetischen Hauptstadt Lhasa zunehmend angespannt. Fast täglich kommt es Berichten zufolge zu Verhaftungen durch die chinesischen Behörden, die mit einer sogenannten „Hart-Zuschlagen“- Kampagne in diesem Winter offenbar weiteren Protesten in Tibet zuvorkommen wollen. Die staatliche „Lhasa Abendnachrichten“ hatte berichtet, dass die „Hart-Zuschlagen - allgemeine Überprüfungskampagne“ am 18. Januar begonnen hätte, wobei Personen aufgrund „reaktionärer Meinungen“ und wegen „Herunterladens reaktionärer Lieder“ auf ihre Mobiltelefone in Haft genommen worden seien. Gleichzeitig bleibt das Land für Ausländer abgeschottet. Berichten zufolge sind vor kurzem mehrere internationale Medienvertreter des Landes verwiesen worden. Im Bild links: chinesische Soldaten in Lhasa, September 2008 (Foto: ICT). >> mehr

Gedenken an Opfer: Keine tibetischen Neujahrsfeiern
Bemerkenswerte Weigerung vieler Tibeterinnen und Tibeter: die traditionellen tibetischen Neujahrsfeiern zum 26. Februar sollen nur in aller Stille begangen werden, um der Toten und Inhaftierten der Proteste im letzten Jahr zu gedenken. Exiltibeter in aller Welt wollen nun ebenfalls mit stillen Feierlichkeiten der Opfer gedenken.

UNO-Menschenrechtsrat: China verbannt Tibet von der Agenda
Ungeachtet deutlicher Verweise auf die Menschenrechtslage in Tibet hat die Volksrepublik China Kritik an der Menschenrechtslage in Tibet vor dem UNO-Menschenrechtsrat kategorisch zurückgewiesen. Gefolgt war man indes den Empfehlungen von Kuba, Sudan, Iran und Simbabwe. ICT hatte zusammen mit anderen Organisationen ein umfangreiches Dossier über die Lage in Tibet vorgelegt. >> mehr

"Missing Voices"

In Kürze online: unsere Kampagne für politische Gefangene in Tibet: "Missing Voices". Schon jetzt im Netz: unsere Aktion für den tibetischen Amateurfilmer Dhondup Wangchen. >> mehr

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